Corona-Pandemie

Corona-Warn-App kann nun auch Codes von Luca-App scannen

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Die Corona-Warn-App kann nun auch Codes der Luca-App lesen. Letztere bleibt aber trotzdem in manchen Bundesländern Pflicht.

Die Corona-Warn-App kann nun auch Codes der Luca-App lesen. Letztere bleibt aber trotzdem in manchen Bundesländern Pflicht.

Foto: Zacharie Scheurer / dpa

Für den Check-In ins Restaurant braucht es mal die Luca-App und mal die Corona-Warn-App. Das wird nun vereinfacht. Doch Tücken bleiben.

Berlin. 
  • Wer in Restaurants oder anderen Veranstaltungen einchecken will, braucht dafür oft zwei Apps: die Corona-Warn-App oder die Luca-App
  • Doch damit ist nun Schluss, denn die Corona-Warn-App bekommt ein Update
  • Sie kann künftig auch QR-Codes der Luca-App lesen

Die Corona-Warn-App hat neue Funktionen bekommen. Mit der App lassen sich nun auch Codes der Luca-App nutzen. Das gab das RKI über den Blog coronawarn-app bekannt.

Die Luca-App ermöglicht es QR-Codes zu lesen und zu erzeugen. Mit diesen lässt sich wiederum die Kontaktnachverfolgung in Restaurants oder auf Konzerten digitalisieren. Die Corona-Warn-App der Bundesregierung hat ebenfalls eine solche QR-Code-Funktion für den Check-In. Bisher waren diese Funktionen zwischen Luca- und Corona-Warn-App aber nicht kompatibel. Nutzer mussten daher immer zwischen den Apps wechseln, je nachdem welchen QR-Code der Gastgeber zum Check-In vorlegte. Dies soll nun vereinfacht werden.

Lesen Sie dazu: Corona-Warn-App installieren und aktualisieren – So geht's

Doch ganz ohne Tücken ist das System nicht. Denn umgekehrt kann die Luca-App die QR-Codes der Corona-Warn-App nicht erfassen. Viel wichtiger aber: Nutzer der Luca-App werden nicht automatisch gewarnt, wenn sich ein Nutzer der Corona-Warn-App mit dem Coronavirus infizieren. Grund dafür ist, dass auch aus Sicherheitsgründen zwischen den beiden Apps keine Daten ausgetauscht werden.

Luca-App bleibt in manchen Bundesländern Pflicht

In der Corona-Warn-App erscheint im Falle des Kontaktes mit einem oder einer Corona-Infizierten automatisch eine rote Kachel für ein "erhöhtes Risiko". Weil die Nutzer selbst anonym eine Infektion in der App melden können, braucht es dafür keine Interaktion mit dem Gesundheitsamt. Nutzer der Luca-App werden hingegen über einen möglichen Risikokontakt persönlich vom zuständigen Gesundheitsamt gewarnt, wenn dieses von einer Infektion erfährt.

Daher muss in Bundesländern, in denen eine Kontaktnachverfolgung noch Pflicht ist, auch weiterhin die Luca-App genutzt werden, damit das Gesundheitsamt die Verbindung zwischen Infizierten und anderen Gästen herstellen kann.

Unabhängig davon bietet die Corona-Warn-App auch eine Stellvertreter-Funktion. Über diese können Veranstalter nach Aufforderungen durch das Gesundheitsamt in Stellvertretung für einen infizierten Besucher die anderen Gäste warnen. Das funktioniert unabhängig davon, ob ein QR-Code der Luca-App oder der Corona-Warn-App ausgelegt wurde, informiert das RKI. (fmg)