Corona-Pandemie

Booster: Wo bekomme ich einen Termin für die Impfung?

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Ab fünften Monat Booster-Impfung möglich

Stiko: Booster-Impfungen für alle

Wir befinden uns mittlerweile in der vierten Corona-Welle. Aufgrund der zu niedrigen Impfquote steigen die Zahlen enorm an. Die Booster-Impfungen sind im vollen Gange.

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Jede Person über 18 kann sich in Deutschland ein drittes Mal gegen Corona impfen lassen. Wo bekommt man einen Termin für den Booster?

Berlin. 
  • Die Booster-Impfung wird im Kampf gegen die Corona-Pandemie immer wichtiger
  • Termine dafür gibt es bei verschiedenen Stellen
  • Wo Sie sich jetzt ein drittes Mal impfen lassen können

Die deutsche Impfkampagne schreitet zwar nur schleppend, aber weiter voran. Aktuell sind 67,8 Prozent der Deutschen vollständig geimpft (Stand: 18. November). 70,3 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Mitten in der vierten Corona-Welle im Herbst werden nun auch Booster-Impfungen verabreicht. So soll verhindert werden, dass die Schutzwirkung des Vakzins schwindet. Impfdurchbrüche sollen bestmöglich aufgehalten werden. Doch wer kann auf einen zeitnahen Termin für eine Impfauffrischung hoffen? Und wie sichert man sich eine dritte Dosis?

Dritte Impfdosis: So kommen Sie an einen Termin

Genau wie in der ersten Phase der Impfkampagne liegt die Organisation und Durchführung der Auffrischungsimpfung in der Zuständigkeit der Bundesländer. Die Termine müssen Impfwillige wie zuletzt selbst vereinbaren.

Mittlerweile sind die Anlaufstellen allerdings begrenzt, denn: Bund und Länder hatten sich auf die schrittweise Schließung der Impfzentren zum 30. September geeinigt. Nur wenige Bundesländer kündigten an, mit einer geringen Anzahl an Impfzentren weitermachen zu wollen – darunter Bayern, Berlin, Bremen, Hessen und Thüringen. In einigen Impfzentren werden zu bestimmten Uhrzeiten Spontanimpfungen angeboten.

Alternativ kann man wie gewohnt online und telefonisch Termine vereinbaren. In vielen Bundesländern sind zusätzlich mobile Impfteams der Impfzentren unterwegs. Lesen Sie auch: Corona-Podcast: Ciesek warnt vor falscher Sicherheit

Booster-Impfung: Wo Sie garantiert einen Termin erhalten

Die sichersten Anlaufstellen für eine dritte Impfung sind Haus- und Betriebsärzte. Da aktuell ausreichend Impfstoff vorhanden ist, scheinen zumindest jetzt Termine garantiert. Haben Sie ihre Grundimmunisierung vor etwa einem halben Jahr beim Arzt Ihres Vertrauens erhalten, wird man Sie spätestens bei ihrem nächsten Kontrolltermin auf die anstehende dritte Impfung aufmerksam machen und sogleich einen Termin vereinbaren. Dasselbe gilt für Betriebsärzte.

Andernfalls genügt ein Anruf beim Arzt, der Sie bereits geimpft hat: Unter Angabe Ihres Namens hat dieser Zugriff auf die Corona-Impfunterlagen der Grundimmunisierung und kann entsprechend einen Termin berechnen und vergeben.

Wurden Sie in einem Impfzentrum immunisiert, müssen Sie Ihrem Hausarzt alle Informationen wie den verwendeten Impfstoff und das Impfdatum durchgeben, um einen Termin zu erhalten. Auch interessant: Corona-Impfung: Wie lange ist der Impfnachweis gültig?

Auffrischungsimpfung: Wer kann eine erhalten?

Zunächst schien es, als würde es auch für die dritte Impfdosis ein bundesweit einheitliches Priorisierungsverfahren geben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte im Interview mit dem RBB-Inforadio allerdings, dass genug Impfstoff vorhanden sei, um alle zu impfen, die Interesse an einer Booster-Impfung haben. Eine Auffrischungsimpfung würde dazu beitragen, "dass wir sicher durch den Winter kommen. Mit dem Boostern lässt sich auch eine Welle brechen", so Spahn.

Der Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) sah Auffrischungsimpfungen zunächst für folgende Personengruppen vor:

  • Menschen ab 70 Jahren
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten
  • Personen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson oder ihre komplette Impfserie von AstraZeneca bekommen haben
  • Personen, die nach einer Corona-Infektion eine Dosis von einem Vektorimpfstoff bekommen haben
  • Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression
  • Enge Kontaktpersonen von Personen mit schwerer Immunschwäche
  • Menschen ab 60 Jahren nach individueller Abwägung

Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Booster-Impfung inzwischen für alle Personen über 18 Jahren. (day)