Energiewende

Änderung beim Tanken: Das bedeuten die gelben Schilder

| Lesedauer: 3 Minuten
Videografik: So funktioniert ein Elektroauto

Videografik: So funktioniert ein Elektroauto

Der US-Autobauer Tesla will Elektroautos deutlich erschwinglicher machen - dank einer massiven Kostensenkung bei den Batterien. Elektroautos haben einen strombetriebenen Motor und verbrennen im Betrieb kein Benzin oder Diesel. Die meisten Fahrzeuge nutzen eine Lithium-Ionen-Batterie, um Energie zu speichern.

Beschreibung anzeigen

Ab Oktober sind an deutschen Tankstellen gelbe Schilder zu finden. 13 Zahlen sollen Autofahrern zeigen, was sie hätten sparen können.

Berlin. 
  • Seit Anfang Oktober gibt es eine Veränderung für Autofahrer an deutschen Tankstellen
  • Große gelbe Zettel weisen nun auf die Energiebilanz des Fahrzeuges hin
  • Damit setzt Deutschland eine EU-Regel um

Wer in den kommenden Tagen mit dem Auto zur Tankstelle fährt, wird sie bemerken. Große, gelbe Schilder, die zwei Autos und deren Kraftstoffverbrauch miteinander vergleichen. Doch woher kommen diese Schilder? Der Deutsche Bundestag hat die erstmalige Einführung des Energiekostenvergleichs an Tankstellen im Juni beschlossen. Mit der Regelung setzt Deutschland eine EU-Vorgabe um. Sie soll dabei helfen, klimafreundliche Mobilität attraktiver zu machen.

Mobilität ist auch immer eine Frage des Geldes. So ist Benzin seit Anfang des Jahres, unter anderem durch die CO2-Steuer, teurer geworden. Im Vorjahr lag der Preis von Superbenzin im Durschnitt bei 1,29 Euro – 2021 bei ca. 1,52 Euro. Auf der neuen Tafel des Energiekostenvergleichs können die Kundinnen und Kunden jetzt sehen, wie viel Geld für 100 Kilometer mit verschiedenen Energieträgern von Diesel über Strom bis Superbenzin fällig werden.

Das Ziel des Energiekostenvergleichs - nachhaltigere Mobilität fördern

Das gelb-orangefarbene Plakat zeigt zwei Fahrzeuggrößen. Klein- und Kompaktwagen auf der einen und Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge auf der anderen Seite. Auf Basis typischer Verbrauchswerte werden die anfallenden Energiekosten berechnet. Ziel ist es laut Gesetzestext, „künftige Kaufentscheidungen der Verbraucher bei der Personenkraftfahrzeugwahl zu unterstützen“. Der Gedanke dahinter: Verbraucherinnen und Verbraucher sollen einfach vergleichen, was ihn die Energie für 100 Kilometer mit verschiedenen Antriebsformen kostet. Und sich im Zweifel für ein energie- und kosteneffizienteres Modell entscheiden.

Die Zahlen sollen von Oktober an vierteljährlich vom Wirtschaftsministerium aktualisiert werden. Den aktuellen Werten zufolge stehen E-Autos am besten da: Für einen Ober- oder Mittelklassewagen veranschlagt das Ministerium 4,84 Euro pro 100 Kilometer. Am teuersten unter den sieben genannten Energieträgern ist Superbenzin mit 11,42 Euro pro 100 Kilometern.

Änderung beim Tanken: Das steht auf den gelben Schilder

Auf den Schildern ist der Energiekostenvergleich in Euro pro 100 Kilometer angegeben:

  Kleinwagen/Kompakt Mittel-/Oberklasse
Super E5 9,26 11,42
Super E10 8,92 11,00
Dieseel B7 6,55 7,48
Strom 4,74 4,84
Erdgas 5,49 6,39
Autogas 5,09 4,96
Wasserstoff - 7,60

Lesen Sie hier: Was ist günstiger: E-Auto oder Verbrenner? Ein Vergleich

Für E-Autos wird der Hausstromtarif genutzt

Allerdings berücksichtigt die Aufstellung nur die reinen Energiekosten. Anschaffung, Reparaturen, Versicherung und Steuer bleiben außen vor. Zudem wird bei E-Autos davon ausgegangen, dass das Auto zuhause geladen wird. Ein typischer Haushaltsstromtarif liegt bei etwas über 30 Cent pro Kilowattstunde. An öffentlichen Ladesäulen seien es aber eher 39 bis 45 Cent und an Schnellladesäulen sogar mehr. Der Energiekostenvergleich ist ab dem 1. Oktober 2021 an Tankstellen mit mehr als sechs Zapfsäulen verpflichtend. (fmg/bekö/dpa)