Bußgeld

Teure Raserei – Millionärin muss 190.000 Euro Strafe zahlen

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Weil sie zu schnell gefahren war, muss eine Zürcherin eine Geldstrafe von 190.000 Euro bezahlen. Hinzu kommen noch eine ältere Geldstrafe und Verfahrenskosten.

Weil sie zu schnell gefahren war, muss eine Zürcherin eine Geldstrafe von 190.000 Euro bezahlen. Hinzu kommen noch eine ältere Geldstrafe und Verfahrenskosten.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Eine Schweizer Verkehrssünderin wird ordentlich zur Kasse gebeten. Sie fuhr zu schnell und muss jetzt umgerechnet 190.000 Euro zahlen.

Zürich. Das war eine teure Spritztour. Eine Schweizer Autofahrerin tappte im November 2018 im Schweizer Kanton Schwyz in eine Radarfalle und wurde geblitzt. Dabei war die Frau innerorts 43 km/h zu schnell unterwegs, berichtet die Schweizer Nachrichtenseite '20 Minuten' in Berufung auf den "Bote". Bei der Frau handele es sich nicht um eine Erstsünderin. Schon in der Vergangenheit wurde sie zu Geldstrafen wegen Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr verurteilt. Daraus folgte nun eine unbedingte Geldstrafe.

Nun muss die Zürcherin, die gut verdient und ein Vermögen von über 13 Millionen hat, viel Geld bezahlen. Das Kantonsgericht verurteilte die Frau zu insgesamt 85 Tagessätzen zu je 2230 Franken, umgerechnet 2060 Euro. Das ergibt eine Geldstrafe von 190.000 Franken, 175.000 Euro. Darüber hinaus kommt noch eine weitere Geldstrafe in Höhe von 13.000 Franken hinzu, die noch aus der Vergangenheit offen ist. Zusammen mit den Verfahrenskosten muss sie nun gemäß dem "Bote" fast 209.000 Franken, also eine Geldstrafe von 193.000 Euro bezahlen.

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Geplant war eine doppelt so hohe Geldstrafe

Dabei ist die Frau noch mit einem blauen Auge davongekommen. Das Kantonsgericht hat die vom Bezirksgericht Höfe ausgesprochene Strafe deutlich reduziert. Dieses hatte die Frau zu einer fast doppelt so hohen Strafe in Höhe von 401.000 Franken, also gut 370.000 Euro verurteilt. Die Strafe hatte das Kantonsgericht nun unter anderem wegen der langen Verfahrensdauer und wegen Fahrlässigkeit reduziert. Das Bezirksgericht hatte bereits angenommen, dass die Frau bei der Fahrt sehr unaufmerksam gewesen war und grobfahrlässig handelte.

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