Covid-19

Corona-Studie: Kinder im Schnitt nach sechs Tagen gesund

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Minister beschließen Corona-Drittimpfungen und Impfangebote für Minderjährige

Minister beschließen Corona-Drittimpfungen und Impfangebote für Minderjährige

Angehörige von Risikogruppen sollen ab September Corona-Auffrischungsimpfungen erhalten können. Das beschlossen die Gesundheitsminister der Länder in Einvernehmen mit dem Bund. Für Jugendliche und Kinder ab zwölf sind flächendeckend niedrigschwellige Impfangebote vorgesehen.

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Laut einer neuen Studie leiden Kinder nur selten an Long Covid: Sie sollen im Schnitt nach weniger als einer Woche wieder fit sein.

Berlin. Wie lange haben an Covid-19 erkrankte Kinder mit Symptomen zu kämpfen? Britische Forscher veröffentlichten eine Studie im Fachmagazin "The Lancet Child & Adolescent Health" und die Ergebnisse dürften verunsicherte Eltern und Erzieher beruhigen.

Den Autoren zufolge, die unter anderem am Londoner King's College forschen, sind Kinder mit Corona-Symptomen im Durchschnitt bereits nach sechs Tagen wieder gesund.

Corona: Junge Kinder oftmals schnell wieder fit

Eltern und Erziehungsbeauftragte von insgesamt 1734 positiv getesteten Kindern zwischen fünf und 17 Jahren hielten deren Krankheitsverläufe und Symptome in einer App fest. Die Kinder hatten durchschnittlich drei Symptome: Müdigkeit, Kopfschmerzen und den Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn.

Auch habe sich gezeigt, dass ältere Kinder im Durchschnitt etwas länger krank sind: Während Fünf- bis Elfjährige rund fünf Tage Symptome hatten, dauerten die Corona-Anzeichen bei Älteren etwa sieben Tage an. Lesen Sie auch: Corona: Warum Kinderimpfungen die falsche Priorität sind

Long Covid tritt nur selten bei Kindern auf

Nur selten litten die erkrankten Kinder an Long Covid: In der Untersuchung zeigten nur 4,4 Prozent aller Kinder auch vier Wochen nach ihrer Infektion Symptome. Dabei lag der Anteil der Älteren mit 5,1 Prozent höher als bei den Jüngeren (3,1 Prozent). Nach acht Wochen zeigten nur noch 2,2 Prozent aller Kinder Symptome. "Es ist beruhigend, dass die Zahl der Kinder, die lange unter Covid-19-Symptomen leiden, sehr niedrig ist", so Hauptautorin Emma Duncan in einer "Lancet"-Mitteilung.

Allerdings räumten Autoren auch Schwächen der Studie ein: Die Symptome konnten nicht überprüft oder verglichen werden, weshalb die subjektive Einschätzung der Eltern eine große Rolle spielte. Da die Untersuchungen Ende Februar und damit vor der Delta-Verbreitung in Großbritannien abgeschlossen wurden, sei zudem nicht klar, ob die Ergebnisse auch auf die Mutation zutreffen. Auch interessant: Wie sollen Kinder vor der Delta-Welle geschützt werden? (duy/dpa)

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