Auktion

8,1 Millionen Euro: Briefmarke "Rote Mauritius" versteigert

Churchill-Gemälde in New York unterm Hammer

Churchill-Gemälde in New York unterm Hammer

In New York wird ein Gemälde des früheren britischen Premierministers Winston Churchill versteigert, das jahrelang auf der Yacht des Milliardärs Aristoteles Onassis hing.

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Sie gehört zu den seltensten Briefmarken der Welt: In Ludwigsburg wurde eine "Rote Mauritius" versteigert – für 8,1 Millionen Euro.

Ludwigsburg. Auf den ersten Blick mag sie fast unscheinbar wirken. Doch die sogenannte "Rote Mauritius", eine der seltensten Briefmarken der Welt, hat einen fast unglaublichen Wert. In Ludwigsburg wurde eines der wenigen erhaltenen Exemplare nun für 8,1 Millionen Euro versteigert.

Die Briefmarke wurde am Samstag für einen Startpreis von vier Millionen Euro von einem Privateigentümer angeboten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). In der anschließenden Auktion hätten drei Interessenten per Telefon Angebote gemacht. Den Zuschlag habe schließlich "ein deutschsprachiger Sammler aus Europa" erhalten.

"Rote Mauritius": Briefmarke aus dem Jahr 1847

Das Besondere an der Briefmarke: Sie wurde 1847 als eine der ersten beiden Briefmarken in der britischen Kolonie Mauritius herausgegeben. Das Land wurde damit zum erst siebten Postgebiet der Welt, in dem es Briefmarken gab. Von insgesamt 500 hergestellten Exemplaren der "Roten Mauritius" sind nur 15 Stück bis heute erhalten.

Mit der nun versteigerten Briefmarke war vor über 170 Jahren die Einladung zu einem Kostümball versandt worden. Von den so genannten "Ball Covers" existieren noch drei Exemplare "Königin Elisabeth II. besitzt eines der "Ball Cover" in ihrer Philatelie Sammlung“, erklärte Auktionator Christoph Gärtner laut dpa. Ein weiteres Exemplar befinde sich in der Philatelic Collection der British Library in London. "Beide können nie verkauft werden." Das dritte noch existierende Cover sei das nun versteigerte in Privatbesitz.

(nfz/dpa)