Interview

Sonja Zietlow: „Ich kenne keine reinen Katzenmenschen“

| Lesedauer: 4 Minuten
Martin Weber
Haustier-Boom im Corona-Lockdown

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Fernseh-Moderatorin Sonja Zietlow spricht über ihre neue ZDF-Kuppelshow für Mensch und Tier und verrät, wie viele Hunde sie besitzt.

München. Das Dschungelcamp hat sie berühmt gemacht: Seit 2004 moderiert Sonja Zietlow die quotenstarke RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, in der sich Prominente und solche, die es werden wollen, im australischen Busch zum Affen machen.

Jetzt widmet sich die 53-Jährige einem anderen Projekt: In der Sendung „Mein Hund fürs Leben“ verkuppelt die engagierte Tierschützerin ab 27. Juni immer sonntags im ZDF Hunde aus einem Berliner Tierheim mit neuen Herrchen und Frauchen.

Frau Zietlow, Sie moderieren im ZDF eine neue Show, bei der Hund und Mensch zusammengebracht werden. Was passiert da genau?

Sonja Zietlow: Es ist eine Mischung aus Reportage, Tiervermittlung und „Herzblatt“. Wir lernen erst Menschen und Hunde kennen, dann beraten und entscheiden Experten und ich, wer zueinander passt – und dann kommt der spannende Moment, wenn die Hunde und die Menschen zum ersten Mal aufeinandertreffen.

Sie sind seit vielen Jahren selber Hundebesitzerin. Wie sind Sie auf den Hund gekommen?

Zietlow: Ich habe Hunde schon immer geliebt. Zum Leidwesen meiner Mutter bin ich immer mit offenen Armen auf jeden Hund zugelaufen. Als ich dann die Zeit hatte, habe ich mir meinen ersten Hund gesucht und gefunden, meine Border-Collie-Hündin Laska, die mich mehr als 15 Jahre begleitet hat.

Wie viele Hunde haben Sie derzeit?

Zietlow: Wir haben zwei Hunde: Meine 13-jährige Straßenhündin aus Sardinien, Lila, und die zweijährige Straßenhündin aus Griechenland, Manki. Lila ist sehr zurückhaltend und ziemlich distinguiert. Sie beurteilt viel und mag auch gerne mal ihre Ruhe. Manki ist ein sehr aufgeschlossener und fröhlicher Schlumpf, der jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wie erkennen Sie, ob ein bestimmter Hund zu einem bestimmten Menschen passt und umgekehrt?

Zietlow: Das kann ich gar nicht sagen. Das ist Gefühlssache und hängt damit zusammen, wie die Chemie passt, wenn die „Kandidaten“ aufeinander treffen.

Empfehlen Sie Hunde aus dem Tierheim als Ersthund?

Zietlow: Also sagen wir so: Man sollte sich zumindest mal umschauen, vielleicht ist dort ein Hund dabei, der passt. Die Tierpfleger kennen die Hunde dort und wissen, was passen könnte. Aber nicht jeder Tierheimhund ist als Ersthund passend.

Was finden Sie an Hunden toll?

Zietlow: Sie urteilen nicht, außer vielleicht meine Lila (lacht). Und wenn man ihre Liebe gewonnen hat, dann hat man sie bedingungslos für immer.

Und was weniger…?

Zietlow: Da muss ich lange nachdenken: Also Manki haart ganz schlimm, das ist manchmal nervig. Und was auch nicht schön ist, wenn dem Hund etwas fehlt. Dann ist man krank vor Sorge. So wie ich gerade gestern, da musste ich Lila in die Klinik fahren, und sie brauchte eine Bluttransfusion. Nun warte ich auf den Anruf der Klinik, und das ist ganz schön hart.

Besitzen Sie auch andere Tiere?

Zietlow: Ich habe noch drei Pferde, Quarter Horses, mit denen ich auch sehr viel Zeit verbringe, unter anderem auf Turnieren.

Sind Tiere die besseren Menschen?

Zietlow: Nein, Gott sei Dank nicht. Denn Tiere sind so ursprünglich und mit der Natur verbunden. Das sind viele Menschen leider nicht mehr. Aber ich möchte „meine“ Menschen natürlich nicht missen.

Wie unterscheiden sich Hundebesitzer und Katzenmenschen?

Zietlow: Kann ich gar nicht sagen. Ich kenne mittlerweile viele, die haben Hund und Katze. Allerdings kenne ich keine reinen Katzenmenschen (lacht).

Wer kümmert sich um Ihre Tiere, wenn Sie beruflich unterwegs sind?

Zietlow: Unsere gute Fee, sie ist seit zehn Jahren fest bei uns angestellt. Sie ist übrigens eine Hunde- und Katzenfrau.

„Mein Hund fürs Leben“ ist Ihre erste Sendung bei einem öffentlich-rechtlichen Sender. Wird das zwischen Ihnen und dem ZDF eine Freundschaft fürs Leben?

Zietlow: Das wäre ja schön, und ich würde mich sehr darüber freuen.

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