Coronavirus

Delta-Variante in Israel: Wieder mehr als 100 Fälle pro Tag

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Delta-Variante: Wie gefährdet sind Kinder?

Delta-Variante: Wie gefährdet sind Kinder?

Die Delta-Variante bereitet Deutschland sorgen. Vor allem die höhere Ansteckungsgefahr und der mangelnde Impfschutz nach nur einer Dosis alarmiert Experten: Besonders Kinder seien gefährdet.

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In Israel schien die Pandemie schon überwunden. Jetzt breitet sich auch dort die Delta-Variante aus – Hotspots sind vor allem Schulen.

Berlin. 
  • Israel ist aufgrund seiner schnellen Impfkampagne wieder weitgehend zum normalen Leben zurückgekehrt
  • Doch jetzt verzeichnet das Land wieder einen Anstieg der Corona-Fallzahlen
  • Grund dafür ist die Delta-Variante

Mit dem schnellsten Impfprogramm der Welt und nur noch wenigen Infektionsfällen pro Tag bekam Israel die Corona-Pandemie im Frühjahr gut in den Griff. Jetzt haben die Gesundheitsbehörden wieder mehr als 100 Fälle pro Tag registriert – zum ersten Mal seit zwei Monaten. 125 Personen seien am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden, so das Gesundheitsministerium am Dienstag – bei rund 70 Prozent der Proben sei die Delta-Variante nachgewiesen worden.

Die Delta-Variante (B.1617) wurde zuerst in Indien entdeckt und gilt als deutlich ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. In Israel sind laut Gesundheitsministeriums die Hälfte der Neuinfizierten Kinder, ein Drittel der Betroffenen war geimpft. Ein Großteil der neuen Fälle geht offenbar auf Ausbrüche an Schulen in zwei Ortschaften zurück. Dort gilt nun wieder eine Maskenpflicht für Schüler. Mehr zum Thema: Delta-Variante: Warum die Schnelltests sie nicht erkennen

Impfbereitschaft in Israel steigt wieder

Wegen der niedrigen Infektionszahlen wurde die Maskenpflicht erst vorige Woche landesweit aufgehoben. Die Regierung entschied zudem, die Testkapazitäten für Reisende am Flughafen auszubauen. Wegen der Verbreitung der Delta-Variante unter Schülern empfiehlt das Gesundheitsministerium nun verstärkt die Impfung von 12- bis 15-Jährigen. Bisher galt die Empfehlung nur für Risikopatienten und bei Auslandsreisen. Auch interessant:

Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel haben rund 5,5 Millionen Menschen bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, mehr als 5,1 Millionen Menschen auch die zweite Dosis. Die Impfkampagne war besonders zu Beginn sehr erfolgreich und sorgte international für Aufsehen. Israel setzt vor allem auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Nachdem die Zahlen zuletzt stagniert waren, steigt nun mit den Infektionszahlen auch langsam wieder die Zahl der Impfungen an. Noch Mitte Juni waren in Israel pro Tag Neuinfektionen lediglich im einstelligen Bereich registriert worden. (dpfa/küp)

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