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Dutzende Frauen verklagen Pornhub wegen Gewaltvideos

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Warum Pornhub neun Millionen Videos löscht

Warum Pornhub neun Millionen Videos löscht

Die Pornowebseite "Pornhub" hat nach einem Bericht der New York Times neun Millionen Videos von Privatnutzern gelöscht und führt nun neue Regeln ein, um die Porno-Uploader besser kontrollieren zu können. Alle Infos dazu im Video ...

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In den USA klagen 34 Frauen gegen Pornhub. Die Seite sei "das größte Lager von Kinderpornografie in Nordamerika und darüber hinaus".

Berlin. In den USA haben 34 Frauen Klage gegen die Porno-Plattform Pornhub eingereicht, die Seite soll demnach Aufnahmen von sexualisierter Gewalt verbreitet haben. Die Klägerinnen werfen dem Mutterkonzern MindGeek vor, "wissentlich von Videos profitiert zu haben, die Vergewaltigung, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Rachepornos, Menschenhandel und andere nicht einvernehmliche sexuelle Inhalte zeigen", so deren Anwaltskanzlei Brown Rudnick.

Die Klage bezeichnet Mindgeek als "klassisches kriminelles Unternehmen", dessen Geschäftsmodell auf der Ausnutzung von Aufnahmen basiere, die sexuelle Gewalt zeigen. Pornhub habe den Missbrauch zehntausender Menschen dafür benutzt, um Profit zu machen und sei vermutlich "das größte nicht behördliche Lager von Kinderpornografie in Nordamerika und weit darüber hinaus". Die Anwälte der Klägerinnen werfen Mindgeek zudem vor, Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung einer Form des Psychoterrors mit Gewalt- und Todesdrohungen zu unterziehen.

Klage gegen Pornhub: Video wurde immer wieder hochgeladen

Bis auf eine Frau wollen alle Klägerinnen anonym bleiben. 14 von ihnen geben an, sie seien minderjährig gewesen, als sie für später auf Pornhub vertriebene Filme gefilmt worden seien. Die Klägerin Serena Fleites berichtet, sie sei 2014 dahinter gekommen, dass ein "sexuell eindeutiges Nacktvideo", zu dem ihr damaliger Freund sie gedrängt hatte, als sie erst 13 war, ohne ihre Zustimmung auf Pornhub gelandet sei.

Pornhub habe den Film erst entfernt, nachdem sie sich als ihre Mutter ausgegeben und die Entfernung gefordert habe. In der Zwischenzeit seien die Aufnahmen aber immer wieder von verschiedenen Usern herunter- und wieder hochgeladen worden, so dass sie für jedes einzelne Mal erneut die Entfernung beantragen musste.

Visa und Mastercard wenden sich von Pornhub ab

Erst im Mai hatten mehr als 700 Opfer sexueller Ausbeutung und deren Anwälte den US-Kongress aufgefordert, die Betreiber zur Rechenschaft zu ziehen. MindGeek, dem neben Pornhub mindestens weitere 160 Hardcore-Pornoseiten gehören, liefere eine "Fallstudie an Gleichgültigkeit von Unternehmen gegenüber dem Schaden, der Frauen und Kindern auf ihrer Plattform zugefügt wird", hieß es.

Nach einem Bericht der "New York Times", wonach viele der jährlich 6,8 Millionen neuen Videos auf Pornhub Kindesmissbrauch und nicht einvernehmlichen Sex zeigen, hatten die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard im Dezember ihre Zusammenarbeit mit der Porno-Plattform eingestellt.

Pornhub, das nach eigenen Angaben täglich 130 Millionen Nutzer hat, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Inhalte angekündigt. Die Betreiber erklärten, Millionen Videos entfernt zu haben. (AFP/dpa/küp)

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