Kommentar

Sind Harry und Meghan Opfer ihrer Selbstüberschätzung?

| Lesedauer: 2 Minuten
US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan.

US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan.

Foto: Joe PuglieseHarpo Productions / dpa

Harry und Meghan haben in ihrem Interview mit Oprah Winfrey eine Opferrolle eingenommen. Doch in dem Gespräch gab es auch Widersprüche.

  • Das Interview von Meghan und Harry sorgte weltweit für Schlagzeilen
  • Sie äußern Rassismusvorwürfe - allerdings gibt es auch Widersprüche
  • So bleibt der Eindruck von zwei jungen, reichen Menschen, die an ihren eigenen Ansprüchen scheiterten.

Die Bemerkung über die Hautfarbe ihres Babys, die Herzogin Meghan zugetragen wurde, ist schäbig. Es ist also wichtig, das anzusprechen. Doch der Rassismusvorwurf ist nur ein Aspekt von vielen: Mit ihrem Interview starten Meghan und Harry einen Generalangriff.

Dafür nehmen sie sie in vielfacher Hinsicht die Opferrolle ein – das entspricht durchaus dem Zeitgeist. Immer mehr Menschen in den privilegierten Teilen dieser Welt sehen sich als Opfer, und ein Opfer ist frei von Schuld. Lesen Sie auch:Explosives Interview: Meghan wirft Königshaus Rassismus vor

Interview von Meghan und Harry: Viele Vorwürfe, aber auch Widersprüche

Tatsächlich gibt es im Interview durchaus Widersprüche, und offenbar war Meghans mütterliche Freundin Oprah Winfrey nicht gewillt, die beiden darauf aufmerksam zu machen: Meghan heiratete in die berühmteste Familie der Welt ein – aber will ahnungslos gewesen sein, worauf sie sich einließ. Titel seien dem Paar egal – aber für ihren Sohn hätten sie gerne einen gehabt. Sie wollen finanziell unabhängig sein – aber für die Bodyguards sollte das Königreich zahlen. Meghan ist Feministin – aber zankt mit der Schwägerin um das Kleid eines Blumenmädchens. Boulevardmedien sind böse, aber was, wenn nicht Boulevard, war dieses Interview?

Auch interessant:Harry und Meghan: Hofbedienstete waren wie „Schlangen“ zu ihnen

Das Leben kann hart sein, auch wenn man in einem Schloss wohnt. Doch im Interview sprechen die beiden von ihren zwei gemeinsamen Jahren in diesem Palast, als wären sie einem Gefangenenlager in Nahost entkommen. So bleibt der Eindruck von zwei jungen, reichen Menschen, die an ihren eigenen Ansprüchen scheiterten. Sie sind vor allem Opfer ihrer Selbstüberschätzung. Lesen Sie hier:Harry und Meghan: Royals werden die Ämter entzogen

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