Corona

Corona: AfD-Politiker Seitz beinahe an Covid-19 gestorben

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz musste mit einer Corona-Infektion beatmet werden. An eine Pandemie glaubt er dennoch nicht.

Merkel zu den Beschlüssen des Corona-Gipfels

"Die Maßnahmen, die wir heute beschlossen haben, sind einschneidend", erklärte Bundeskanzlerin Merkel nach den Beratungen mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder.

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Berlin. 
  • AfD-Politiker Thomas Seitz leugnete die Corona-Pandemie und erkrankte schwer an Covid-19. Er musste sogar beatmet werden
  • An eine Pandemie will Seitz seinem Facebook-Post zufolge trotz der eigenen schweren Erkrankung weiter nicht glauben
  • Seitz hatte unter anderem Schlagzeilen gemacht, als er im November mit einer durchlöcherten Maske am Rednerpult im Bundestag stand

Im November provozierte er mit einer offenkundig durchlöcherten Maske am Rednerpult im Bundestag und infizierte sich wenig später schwer mit Covid-19: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz kam Mitte Dezember mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus. Nun berichtet eine Zeitung, dass es zeitweise sehr schlecht um den Politiker gestanden haben soll. Seitz selbst zeigt sich inzwischen dankbar für eine „zweite Lebenschance“ – und betont, dass nach seiner Auffassung weiterhin keine pandemische Lage vorliege.

Der AfD-Politiker habe „im Lahrer Klinikum tagelang mit dem Tod“ gerungen, berichtet die baden-württembergische „Lahrer Zeitung“ unter Berufung auf das Büro des Politikers. Der 53-Jährige sei auf der Intensivstation zeitweise künstlich beatmet und inzwischen wieder auf die Normalstation des Krankenhauses verlegt worden, heißt es weiter in dem Bericht.

Auch auf seiner Facebook-Seite hat sich Seitz inzwischen zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme bedankte er sich am vergangenen Freitag beim medizinischen Personal, das sein Überleben „trotz schlechter Prognose“ ermöglicht habe, und bei seiner Frau, die „lange Zeit mit [seinem] Ableben“ habe rechnen müssen.

Thomas Seitz (AfD) zu Corona: „Bislang keine pandemische Lage“

An eine Corona-Pandemie will Seitz seinem Facebook-Post zufolge trotz der eigenen schweren Erkrankung nicht glauben: „Ich habe nie die Existenz des Sars-Cov-2-Virus noch die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung in Abrede gestellt“, heißt es in dem Text. „Ich bin jedoch unverändert der Auffassung, dass bislang keine pandemische Lage vorliegt.“ Es gehöre „zur Wahrheit“, dass „nur rund jeder vierte Intensivpatient an Covid-19“ leide, während alle übrigen „aus anderen Gründen in Behandlung“ seien.

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Er sehe „die freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Exekutive“ als „unangemessen, kontraproduktiv, plan- und ziellos“ an. Zudem halte er die rechtliche Grundlage „für verfassungswidrig“. Weiter heißt es in dem Facebook-Beitrag, dass die stationäre Behandlung voraussichtlich bis Mitte des Monats abgeschlossen und eine anschließende Reha-Behandlung geplant sei.

AfD-Politiker Seitz seit Mitte Dezember mit Corona-Infektion im Krankenhaus

Am 17. Dezember 2020 hatte das Büro des Politikers in einer Pressemitteilung darüber informiert, dass sich Seitz nach einem positiven Corona-Test am 12. Dezember in stationäre Behandlung begeben musste. „Die Prognose für eine zügige Genesung ist laut Auskunft der behandelnden Ärzte günstig“, war in dem Schreiben erklärt worden.

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Der Bundestagsabgeordnete hatte bei einer Sitzung im November mit einer durchlöcherten Mund-Nasen-Bedeckung am Rednerpult für Ärger gesorgt. Mit der Netz-Maske durfte er nicht an seinen Platz zurückkehren, wie Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) daraufhin klarstellte. Sie reichte Seitz eine FFP-2-Maske, woraufhin sich Seitz über den „Maulkorb“ beschwerte. Roth hatte ihm deshalb ein Ordnungsgeld angedroht.

(raer/mit dpa)

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