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„Mich hat es alles gekostet“: Wendler verlässt Telegram

| Lesedauer: 3 Minuten
Duygu Ayrikcil
Wendler leugnet Corona auf Instagram

Wendler leugnet Corona auf Instagram

Der Wendler ist eigentlich bekannt für seine seichte Unterhaltung: In seiner neusten Instagram-Story verkündet der Schlagersänger aber nun plötzlich seinen DSDS-Austritt als Jury-Mitglied und äußert sich anschließend gefährlich zu der "angeblichen Corona-Pandemie".

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Wendler verlässt den Messenger-Dienst Telegram, wo er zuletzt noch bizarre Thesen teilte. Sind ausbleibende Kooperationen der Grund?

Berlin. Schlagerstar Michael Wendler hat einen weiteren Rückzieher gemacht – nachdem der selbsternannte „Pandemie-Maßnahmen-Skeptiker“ zuletzt Fehler eingeräumt hatte, verließ er nun auch den Instant-Messaging-Dienst Telegram. Auf der Plattform hatte er kürzlich noch Verschwörungsthesen geteilt.

In seinem offenbar vorerst letzten Post bei dem Dienst gab der 48-Jährige am Mittwochabend bekannt: „Ich werde heute meinen Telegram-Kanal einstellen“, und bedankte sich im selben Zug bei den Fans, die seine Aussagen unterstützt hatten. „Ich habe gesagt, was wichtig war, und getan, was ich konnte. Jetzt seid ihr aufgefordert, die Welt zu verbessern und euch nicht nur auf andere zu verlassen, die euch diese Arbeit abnehmen“, schrieb der „Egal“-Interpret.

Wendlers Telegram-Aus: Sind fehlende Kooperationen der Grund?

Michael Wendlers Entschluss folgte nur wenige Tage nachdem der Mann der 20-jährigen Laura Müller öffentlich über die Konsequenzen seiner bizarren Abkehr vom Showgeschäft gesprochen hatte. Seine Äußerungen hätten nicht nur ihn selbst Kooperationen gekostet – unter anderem eine Kaufland-Kampagne und seinen Vertrag mit RTL. Laut seiner jüngsten Instagram-Story gingen auch Werbepartner seiner Frau auf Distanz.

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„Sie hat wirklich nahezu alle ihre Firmen verloren und die Firmen von ihr haben sich nahezu alle distanziert. Ich finde das sehr unanständig, was man hier mit Laura gemacht hat“, zeigte sich Wendler von dem Nachspiel seiner Behauptungen entsetzt.

In der Instagram-Story stellte Wendler außerdem nach seiner Kritik an der Corona-Politik plötzlich klar: „Ich kann euch hier und jetzt sagen, das Coronavirus gibt es. Das werde ich nicht leugnen, das wäre falsch und das habe ich auch nicht getan. Ihr könnt mich auf jeden Fall einen Corona-Realisten oder Pandemie-Maßnahmen-Skeptiker nennen. Aber mit Sicherheit bin ich kein Aluhut-Träger.“

In Anbetracht der eingeräumten Fehler und der ausgesprochenen Entschuldigung an sämtliche Sender, die er als gleichgeschaltet bezeichnet hatte, liegt die Vermutung nahe, dass Wendlers Austritt aus Telegram lediglich Versuch der Schadensbegrenzung ist. Vor allem auch, weil er rund 24 Stunden vorher ein weiteres Mal fassungslos von seiner aktuellen Situation gesprochen hatte.

Telegram-Austritt: Einen Tag zuvor zeigte Wendler bereits Reue

Bereits einen Tag vor seinem Austritt aus der Plattform hatte Wendler angedeutet, seine polarisierende Präsenz bei dem Messenger: „Mich hat es alles gekostet! Alles“, hatte er zugegeben. Nach eigener Aussage sei er zwar mit einem reinen Gewissen und befreitem Herzen belohnt worden – habe allerdings dennoch das Gefühl gehabt, sich „für andere Menschen geopfert“ zu haben.

Ob Wendlers Zurückrudern den Schaden begrenzt, bleibt allerdings fraglich. Zuletzt hatte ihm beispielsweise RTL eine virtuelle Abfuhr verpasst: Auf die Entschuldigung des Musikers hatte der Sender unbeeindruckt mit folgendem Tweet geantwortet: „Es gibt gerade so viele wichtige Themen wie #Wien, #Corona, #ElectionDay… Wendlers Instagram-Story gehört nicht dazu.“

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