Naturgewalt

Hurrikan „Zeta“: Mindestens sechs Menschen sterben im Sturm

Hurrikan „Zeta“ hat an der US-Golfküste schwere Schäden verursacht. Mindestens sechs Menschen starben, 2,1 Millionen waren ohne Strom.

Wie entsteht ein Hurrikan?

Durchschnittlich sechs ausgewachsene Hurrikane verwüsten jedes Jahr Landstriche. Sie entstehen durch gewaltige, aufgeheizte Luftmassen nahe des Äquators, die durch die Corioliskraft in Rotation gebracht werden.

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Washington. 
  • Mindestens sechs Menschen sind während des Hurrikans „Zeta“ durch umstürzende Bäume oder in Sturmfluten gestorben
  • „Zeta“ erreichte die US-Golfküste als Hurrikan der Kategorie 2
  • Mehr als 2,1 Millionen Haushalte in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Georgia waren zwischenzeitlich ohne Strom
  • Viele Wahllokale sind vom Stromausfall betroffen

Hurrikan „Zeta“ hat am Mittwoch (Ortszeit) die US-Golfküste erreicht und mindestens sechs Menschen getötet, bestätigten die Behörden. Der Sturm sei laut Louisianas Gouverneur John Bel Edwards als „extrem starker“ Wirbelsturm der zweiten Kategorie auf Land getroffen und habe schwere Schäden angerichtet.

Laut der Website „poweroutage.us“ sei der Strom in zwischenzeitlich 2,1 Millionen Haushalten ausgefallen. Allein in Lousiana mussten am frühen Donnerstag noch 500.000 Menschen ohne Strom auskommen – davon zwei Drittel in Louisianas größter Stadt New Orleans.

Hurrikan „Zeta“: Sturmfluten bis zu drei Meter in Louisiana und Mississippi

Wie das US-Hurrikanzentrum berichtete, erreichte der Hurrikan Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde – Videos hielten das starke Unwetter fest. Im tief gelegenen Louisiana trieb der Wind das Wasser in die Ortschaften an der Küste. In der Kleinstadt Venice erreichte die Sturmflut zwischenzeitlich eine Höhe von bis zu drei Metern.

Die Gouverneure der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi erklärten am Mittwochabend den Notstand. Die Einwohner Louisianas wurden dringend davor gewarnt, das Haus zu verlassen.

Hurrikan „Zeta“ beeinträchtigt auch die US-Präsidentschaftswahl

Auch in anderen US-Bundesstaaten waren die Auswirkungen des schließlich zum Tropensturm heruntergestuften Sturms sichtbar: Wegen starker Böen musste US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfveranstaltung in North Carolina verschieben. Im Bundesstaat Georgia starben zwei Menschen, nachdem ein Baum auf das Bett fiel, in dem das Paar zu der Zeit schlief.

Ein großes Problem stellen die durch „Zeta“ bedingten Stromausfälle vor allem für die Wahlstellen dar. Weniger als eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl versicherte Gouverneur Edwards allerdings, die Wahlbüros hätten Priorität bei der Wiederherstellung der Stromversorgung. Eine Task Force werde eingerichtet um sicherzustellen, dass alle Menschen in der Nähe ihrer Wohnorte wählen können.

Hurrikan-Saison im Atlantik: Rekord-Sturmzahl brauchte alle vorgesehen Namen auf

Auf der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos war „Zeta“ am Montagabend (Ortszeit) eingetroffen und hatte Bäume und Strommasten gestürzt, Überschwemmungen und auch hier Stromausfälle verursacht.

Zwischen Juni und November bildeten sich so viele Stürme, dass die zuvor vorgesehenen, 21 alphabetisch geordneten Namen bereits aufgebraucht wurden. Aus diesem Grund griffen Meteorologen auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig gewesen war. (te/dpa)

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