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Corona-Hotspots: Das sind die Risikogebiete in Deutschland

| Lesedauer: 3 Minuten
Corona: Hendrik Streeck erklärt "Pandemie ohne Ende"

Corona: Hendrik Streeck erklärt "Pandemie ohne Ende"

Am 16. März 2020 ging Deutschland in den ersten Lockdown. Der zweite scheint nicht enden zu wollen. In der ZDF-Dokumentation "Corona-Pandemie ohne Ende?" antwortet Hendrik Streeck auf Fragen zu Corona.

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Wo sind in Deutschland die Corona-Zahlen besonders hoch? Wo sind Risikogebiete? Hier finden Sie die größten Hotspots des Landes.

Berlin. 
  • Nachdem die Corona-Zahlen einige Wochen lang in Deutschland sanken, steigen sie jetzt wieder deutlich an
  • Viele Hotspots sind weit von der von der Politik anvisierten Schwelle der Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner entfernt
  • Wir zeigen die Corona-Risikogebiete in Deutschland - und die Regionen mit den niedrigsten Zahlen

Deutschland befindet sich nach wie vor im Lockdown – und mit Blick auf die rasant steigende Sieben-Tage-Inzidenz wird das wohl auch nach dem 22. März so bleiben. Bund und Länder wollen am Montag zwar über Lockerungen beraten – wahrscheinlicher ist aber, dass bestehende Lockerungen zurückgenommen werden.

In vielen Regionen hat der Inzidenzwert die 100 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen geknackt. Laut den Beschlüssen vom 3. März greift dann eigentlich die Notbremse, die bisher gelockerte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder in den Corona-Schlaf schickt.

Die regionalen Unterschiede bei der Inzidenz sind immens – vor allem zwischen den Landkreisen. Zurzeit werden bundesweit 342 Städte, Bezirke und Landkreise als Corona-Hotspots bezeichnet, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. Diese Regionen gelten auch als innerdeutsche Risikogebiete.

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Am stärksten betroffen ist aktuell der Landkreis Greiz in Thüringen, der aktuell 538,00 Neuinfektionen binnen sieben Tagen ausweist (Stand 18. März). Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen (aktuell 113,93) war Ende November 2020 die erste Region in Deutschland, deren Sieben-Tage-Inzidenz größer als 500 war, zwischenzeitlich sogar größer als 600.

Zwischenzeitlich lagen alle Regionen deutlich unter diesen Rekordwerten, zuletzt stiegen die Zahlen aber wieder stark an – die wesentlich ansteckendere britische Mutante B.1.1.7 breitet sich in Deutschland aus, die Lockerungen aus dem Stufenplan haben das Infektionsgeschehen zusätzlich angeheizt. Lesen Sie auch: Corona-Hotspot Bautzen - Wie die Menschen der Krise begegnen

Corona-Risikogebiete in Deutschland – die zehn größten Hotspots (Stand: 18. März)

  Stadt/Landkreis/Bezirk Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Greiz Thüringen 538,00
2. Kulmbach Bayern 313,00
3. Wartburgkreis Thüringen 305,95
4. Schmalkalden-Meiningen Thüringen 305,00
5. Vogtlandkreis Sachsen 288,94
6. Saale-Orla-Kreis Thüringen 281,40
7. Schwäbisch Hall Baden-Württemberg 271,90
8. Suhl Thüringen 244,64
9. Cham Bayern 242,97
10. Kronach Bayern 241,22

Hier ist die Corona-Inzidenz in Deutschland am niedrigsten:

  Stadt/Landkreis/Bezirk Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Rottweil Baden-Württemberg 29,31
2. Kusel Rheinland-Pfalz 28,48
3. Bad Kreuznach Rheinland-Pfalz 27,79
4. Landkreis Kaiserslautern Rheinland-Pfalz 26,42
5. Plön Schleswig-Holstein 25,64
6. Landau in der Pfalz Rheinland-Pfalz 23,46
7. Lüchow-Dannenberg Niedersachsen 20,66
8. Goslar Niedersachsen 19,08
9. Rostock Mecklenburg-Vorpommern 18,64
10. Cochem-Zell Rheinland-Pfalz 9,78

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Corona: Ab wann ist eine Region ein Risikogebiet?

Einen ersten Richtwert für die Einstufung als Risikogebiet bietet die Zahl der Neuinfektionen.

  • Übersteigt sie den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, folgt eine Bewertung der Lage durch die einzelnen Bundesländer. Diese „Neuerkrankungsrate“ wird auch Inzidenz genannt.
  • Die Landesregierungen entscheiden selbstständig, welche Gebiete in anderen Bundesländern sie zu Risikogebieten erklären.
  • Eine landesweit einheitliche Liste wie bei den internationalen Risikogebieten gibt es nicht.

Alle deutschen Risikogebiete auf einer Karte

Alle innerdeutschen Risikogebiete finden Sie mitsamt der Sieben-Tage-Inzidenz in einer Tabelle in unserem interaktiven Coronavirus-Monitor auf einer Karte. Scrollen Sie dafür unter die Karte mit den Infektionszahlen.

(fmg/pcl/dpa/afp)

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