Verbrechen

Stockholm: Zwei Jungen gefoltert und lebendig begraben

Eine zehnstündige Alptraumnacht zweier Minderjähriger schockt Schweden: Die Jungen wurden gefoltert, missbraucht und lebendig begraben.

In Stockholm sind zwei Jugendliche offenbar über mehrere Stunde gefoltert worden.

In Stockholm sind zwei Jugendliche offenbar über mehrere Stunde gefoltert worden.

Foto: Ralph Peters / imago/Ralph Peters

Stockholm. Eine brutale Gewaltaktion sorgt in Schweden für Entsetzen. Zwei minderjährige Jugendliche wurden auf einem Friedhof im gutbürgerlichen Stockholmer Stadtteil Solna viele Stunden lang gefoltert und am Ende lebendig beerdigt.

Die unfassbare Alptraumnacht begann für die beiden um die 16-jährigen Jungen am Samstag gegen 23 Uhr, wie jetzt bekannt wurde. Sie waren nach einer Party auf dem Heimweg, als sie auf der Straße von einem 21-Jährigen und einem 18-Jährigen angesprochen wurden.

Die Älteren zwangen ihre Opfer zum nahen Friedhof und begannen dort mit der stundenlanger Folter, die erst am Sonntagmorgen um 8.46 Uhr endete, als ein Spaziergänger die grausamen Szenen beobachtete und die Polizei alarmierte.

Der 21- und der 18-Jährige sollen den Jungen Drogen zum Verkauf angeboten haben. Als die ablehnten, brach Streit aus. Die beiden Minderjährigen mussten sich nackt ausziehen, wurden laut Polizei vergewaltigt, mit einem Messer gestochen und fast zehn Stunden lang gequält.

Jugendliche in Schweden gefoltert – Polizei kennt Täter bereits

Wie genau, wolle man nicht kommentieren, so Staatsanwalt Anders Tordai gegenüber der Zeitung „Expressen“: „Sie wurden mit einem Messer verletzt. Aber es gab noch andere Gewaltanwendungen.“ Laut der Zeitung „Aftonbladet“ wurden die beiden Jungen in eine offene Grube gezwungen. Schließlich sollen die Täter Erde auf die im Grab sitzenden Jungen geschaufelt haben.

Die Polizei nahm die Älteren in der Nähe des Friedhofs fest. Die Opfer wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Täter sind polizeibekannt. Der 21-Jährige hat bereits sechs Vorstrafen. Erst im Juli war er wegen Brandstiftung zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt worden – er dürfte gar nicht auf freiem Fuß sein: Weil es in Schweden zu wenige Gefängnisplätze gibt, wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen.

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