Weltkatzentag

Darum sind Katzen die Popstars unter den Haustieren

Katzen sorgen für Streit wenn es um das Erbe einer Modeikone geht und im Internet ist kein Vorbeikommen an Grumpy Cat und Nyancat.

Zum Schnurren! Das sind die beliebtesten Katzennamen

Fünf Katzennamen sind in Deutschland besonders beliebt - vielleicht trägt Ihre Katze einen davon? Die Auswertung eines Haustierversicherers verrät außerdem, welche Rassen die Haustierhalter besonders gerne mögen.

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Berlin. Scheue allzu tiefe Bindungen. Halte deine Absichten stets geheim. Gebe nie zu viel preis. Lass die anderen zu dir kommen und ködere sie, wenn nötig. Lasse andere für dich arbeiten. Glänze durch Abwesenheit. Bleibe unberechenbar. Der Autor Robert Greene hat in seinem Klassiker „Power“ goldene Regeln aufgestellt, wie man berühmt und mächtig wird. Wer alles richtig macht: Katzen.

Seit rund 9500 Jahren kultivieren sie die Aura des Geheimnisvollen und Unerreichbaren. Sie werden angehimmelt, aber auch verteufelt, verloren jedoch nie ihre Faszination. Sogar einen eigenen Feiertag haben sie: den Weltkatzentag am Sonnabend.

Die Hauskatze ist ein echter Evolutionsgewinner

Die Hauskatze ist ein echter Evolutionsgewinner. Während fast alle ihre wilden Verwandten vom Aussterben bedroht sind, hat ihre Anpassungsfähigkeit Felis catusauf allen Kontinenten heimisch gemacht. Man geht von einer Milliarde Hauskatzen weltweit aus, laut einer Erhebung des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe gibt es hierzulande 14,7 Millionen der Wohnzimmerlöwen.

Laut Katzenforscherin Abigail Tucker sind sie die einzigen Haustiere, die sich selbst domestiziert haben: „Sie schlichen sich einfach in die menschlichen Haushalte.“ Während andere Tiere Lasten tragen, Eier legen, Wache schieben oder sich essen lassen müssen, macht die Katze: nichts. „Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun“, spottete einst schon Kurt Tucholsky.

Katzen haben ihren eigenen Psychologen

Nicht mal mehr die Mäusejagd verlangt man von Lilly, Luna, Sammy, Balu oder Simba – so die beliebtesten Namen in Deutschland. Stattdessen genießen sie zumeist ein komfortables Leben mit Pastete, Plastikmäusen und oft sogar einem eigenen Psychologen.

Die Aufschrift auf einem Fressnapf bringt die Lust des Menschen, sich seinem Tier zu unterwerfen, auf den Punkt: „Hunde haben Herrchen, Katzen haben Dosenöffner.“

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Katzen werden im Internet zu Prominenten

Katzen besitzen Starqualitäten – naheliegend also, dass einige sogar zu echten Prominenten geworden sind. Wie viele Stunden Wirtschaftsleistung in Deutschland verloren gingen, weil Angestellte während der Arbeit Katzenvideos guckten, bleibt im Dunklen. Beispiel: Das Video einer angriffslustigen Katze namens Burger, bekannt als Very Angry Cat, wurde etwa 90 Millionen Mal geklickt.

Schlechte Laune kommt an: Dank ihrer heruntergezogenen Mundwinkel wurde Grumpy Cat zur wohl bekanntesten Mieze der Welt. Und da Legenden nie sterben, ist die kapriziös blickende Katze auch nach ihrem Tod noch ein Star – mit mehr als 2,5 Millionen Instagram-Fans. Grumpy Cat machte ihre Besitzerin reich.

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Karl Lagerfelds Katze sorgt für Erbstreit

Choupette dagegen wurde durch ihren Besitzer reich. Jahrelang war sie die Muse von Karl Lagerfeld. Die Birmakatze warb für Autos und eine japanische Make-up-Kollektion. Nach dem Tod des Modeschöpfers entbrannte ein Erbstreit um Choupette, bei dem es um Millionen gegangen sein soll.

Und natürlich gibt es die fiktiven Katzen vom faul philosophierenden Kater Garfield bis zur Youtube-Sensation Nyan Cat. In ihrem Video fliegt sie in Retro-Digital-Optik durch den Himmel, miaut und zieht einen Regenbogenschweif hinter sich her. Mehr passiert nicht – Klicks: 180 Millionen.

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Hunde sind etwas für ordnungsliebende Menschen

„Es ist schwer für den Menschen, die Körpersprache der Katze zu entziffern. Sie ist abweisend und anhänglich zugleich und sie bewahrt sich ihre Wildheit. Ihre Gunst muss erst erobert werden. Das fasziniert viele“, erklärt Buchautorin Maike Grunwald („Katzen“, Reclam).

Wir lieben Katzen, weil sie so sind, wie wir gern wären: unabhängig, freigeistig, mit einem Hauch von Gefahr. Wer dagegen geordnete Verhältnisse und Kontrolle liebt, sei mit einem Hund besser beraten, sagt Grunwald.

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