Todesfall

Fleetwood Mac: Mitgründer Peter Green gestorben

Peter Green, Mitbegründer der legendären Band Fleetwood Mac, ist tot. Der britische Gitarrist starb im Alter von 73 Jahren

Der britische Gitarrist und Mitgründer der Band Fleetwood Mac, Peter Green, ist im Alter von 73 Jahren gestorben.

Der britische Gitarrist und Mitgründer der Band Fleetwood Mac, Peter Green, ist im Alter von 73 Jahren gestorben.

Foto: Mark Lennihan / dpa

London. Der britische Gitarrist und Mitbegründer der Band Fleetwood Mac Peter Green ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Familienmitglieder teilten in einer offiziellen Stellungnahme am Samstag mit, dass Green friedlich im Schlaf gestorben sei.

Green wird Ersatz für Eric Clapton

Green wurde 1946 als Sohn einer jüdischen Arbeiterfamilie im Londoner Stadtteil Bethnal Green geboren und lernte bereits im Alter von elf Jahren das Gitarrespielen. Zu dieser Zeit begeistert er sich für US-Bluesmusiker wie B.B. King und Muddy Waters.

Im Alter von 20 Jahren bekam Green die Chance, als Leadgitarrist für die Instrumentalband Peter B’s Looners auf der Bühne zu stehen. Wenig später wurde er als Ersatz für sein Idol Eric Clapton bei den Bluesbreakers engagiert.

Fleetwood Mac: Green steigt vor den größten Erfolgen aus

1967 gründete Green zusammen mit Schlagzeuger Mick Fleetwood schließlich die Band Fleetwood Mac. Der von Green komponierte Song „Albatross“ verschaffte der Band 1969 ihren ersten Nummer Eins Hit. Ein Jahr später verließ Green jedoch wieder die Band.

Auch wenn die Fleetwood Mac zu diesem Zeitpunkt also durchaus Erfolge vorzuweisen hatte, verpasste Green den Aufstieg der Band zu internationalem Ruhm Mitte der Siebziger. Green selbst verschwand das Jahrzehnt von der Bildfläche.

Green litt an Schizophrenie

Der Blues-Rock-Gitarrist litt unter Drogenmissbrauch und Schizophrenie, wie Biografen berichteten. In den Siebzigern soll er zeitweise auf der Straße gelebt, als Friedhofsgärtner gearbeitet und eine Zeit in einem israelischen Kibbuz verbracht haben, hieß es.

Trotz verschiedener kleiner Solo-Erfolge gelang Green kein größeres Comeback, bis er 1996 mit einer Gruppe befreundeter Musiker neu an den Start ging. Frei von Drogen veröffentlichte Green mit der Peter Green Splinter Group einige Alben, bis sich die Band 2004 auflöste. Für Musikexperten war er schon zu Lebzeiten eine Blues-Legende und mit seinem sanften Sound einer der einflussreichsten Gitarristen der vergangenen Jahrzehnte.

(jas/dpa)

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