Vergewaltigung

Online-Petition gegen Donau-Lied löst Diskussion aus

Mit einer Online-Petition gegen das Donau-Lied hat eine Studentin Diskussionen ausgelöst. In dem Lied geht es um eine Vergewaltigung.

In den verschiedenen Varianten des Donau-Liedes wird die Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens besungen.

In den verschiedenen Varianten des Donau-Liedes wird die Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens besungen.

Foto: Armin Weigel / dpa

Passau/München. Eine Passauer Studentin hat mit einer Online-Petition gegen ein Festzeltlied eine Diskussion über Sexismus angestoßen. Das sogenannte Donau-Lied, das von der Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens handelt, soll demnach nicht mehr in Passauer Festzelten und Kneipen gesungen werden, wie es auf der Petitionsseite heißt.

Die Aktion löste positive und negative Reaktionen im Netz aus. Mit der Petition wolle die Studentin kein Verbot des Donauliedes erwirken, wie sie klarstellte. Vielmehr sollten sich die Leute mit dem Text auseinandersetzen, der Vergewaltigungen verharmlose, und dann freiwillig auf das Singen verzichten.

Online-Petition: Weite Unterstützung für die Studentin

„Ich machte mich über die schlafende her/Oh oh oh olalala/Man hörte das Rauschen der Donau nicht mehr/Oh oh oh olalala“ und „Du saublöde Schlampe was denkst du von mir/Oh oh oh olalalaIch/ trage doch immer den Gummi bei mir/Oh oh oh olalala“ heißt es unter anderem in einer Version des Liedes.

Ihre ausländischen Mitstudenten gegenüber müsse sie sich rechtfertigen, „warum wir so etwas noch singen“. Während Tausende Menschen sich an der Petition beteiligten und ihre Unterstützung durch persönliche Kommentare zeigten, musste sich die 22-Jährige auch Beleidigungen und Häme für ihre Aktion anhören.

Fernsehsendung motivierte Studentin etwas zu unternehmen

Schon vor gut zwei Jahren habe sie überlegt, etwas gegen das Lied zu unternehmen. Als kürzlich die TV-Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf mit einer Sendung sexuelle Belästigung von Frauen anprangerten, sei ihr die Idee mit der Petition gekommen. Winterscheidt und Heufer-Umlauf hatten bei ihrem Sender ProSieben 15 Minuten freie Sendezeit erspielt und sie für das ernste Thema genutzt.

Dafür gab es viele positive Reaktionen aus dem Netz. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer von sozialen Medien zeigten sich bestürzt und berichteten von ähnlichen Erfahrungen - von sexueller Belästigung bis hin zu sexueller Gewalt.

(dpa/msb)

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