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UNDP-Bericht: Norwegen hat die beste Lebensqualität

Der erste Platz des Indexes der menschlichen Entwicklung für Lebensqualität 2018 geht an Norwegen. Wo landet Deutschland im Ranking?

Blick auf den Geirangerfjord in Norwegen.

Blick auf den Geirangerfjord in Norwegen.

Foto: McPHOTO/R. Mueller via www.imago-images.de / imago images/blickwinkel

Genf/New York. Wo lebt es sich im weltweiten Vergleich am besten? Die Antwort ist Norwegen. Der ölreiche skandinavische Wohlfahrtsstaat belegt den ersten Platz des Indexes der menschlichen Entwicklung für Lebensqualität 2018, den das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) am Montag in New York veröffentlichte.

Auf Platz zwei des Indexes liegt die Schweiz. Es folgt Irland auf Rang drei. Deutschland und Hongkong teilen sich die vierte Position. Global sei ein Trend zu einer stetig steigenden Lebensqualität zu verzeichnen, heißt es in dem UNDP-Bericht.

Heute umfasse die Gruppe mit einer sehr hohen menschlichen Entwicklung 62 Länder und Territorien. Australien und Island teilen sich Position sechs. Dahinter folgen Schweden, Singapur und die Niederlande. Seit 2010 hat es bei den vorderen Rängen nur geringfügige Änderungen gegeben. Andererseits hätten zu viele Menschen in zu vielen Ländern ein Schicksal, das von Ungleichheit und verlorenen Chancen geprägt sei, hieß es.

UNDP-Index: Das sind die Länder mit der höchsten Lebensqualität:

  • 1. Norwegen
  • 2. Schweiz
  • 3. Irland
  • 4. Deutschland/Hongkong
  • 6. Australien/Island
  • 8. Schweden
  • 9. Singapur
  • 10. Niederlande

Das sind die Länder mit der niedrigsten Lebensqualität:

  • 189. Niger
  • 188. Zentralafrikanische Republik
  • 187. Tschad
  • 186. Süd-Sudan
  • 185. Burundi
  • 184. Mali
  • 182. Eritrea/Burkina Faso
  • 181. Sierra Leone
  • 180. Mosambik

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Immer mehr Menschen in der ganzen Welt demonstrierten gegen soziale Not und Benachteiligungen. Länder, in denen bewaffnete Konflikte toben, schneiden in dem Ranking schwach ab: Die UNDP-Experten positionieren Libyen auf Rang 110, Syrien findet sich auf Platz 154, der Jemen ist auf dem Index das Land Nummer 177.

Die letzten fünf Plätze des Indexes der menschlichen Entwicklung belegen Burundi, Südsudan, Tschad, die Zentralafrikanische Republik und als Schlusslicht Niger. Insgesamt wurden 189 Länder und Territorien für den Index der menschlichen Entwicklung bewertet und auf der Rangliste platziert.

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Laut UNDP ist der Index ein zusammengesetztes „Maß für das menschliche Wohlergehen“. Kriterien sind die Lebenserwartung, das Bildungsniveau und das Einkommen. Der Index ist Teil des jährlichen Berichts zur menschlichen Entwicklung des UNDP. (jb/epd)