Tierversuchslabors

Tierversuche: Umstrittenes Labor in Hamburg geschlossen

Mitte Oktober sorgten Bilder aus einem Tierversuchslabor in Hamburg für großes Entsetzen. Jetzt soll das Labor bald geschlossen werden.

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.

Foto: Bodo Marks / dpa

Neu Wulmstorf. Das umstrittene Tierversuchslabor LPT in Hamburg soll geschlossen werden. Nachdem in der vergangenen Woche bereits 76 Affen aus der Einrichtung abtransportiert worden sind, wurden die LPT-Mitarbeiter nun darüber informiert, dass das Labor geschlossen wird.

Nach NDR-Informationen hat der Leiter des Tierversuchslabors seine Mitarbeiter in einem internen Schreiben über diesen Schritt in Kenntnis gesetzt. Darin steht, dass die laufenden Versuche noch beendet werden, aber der Betrieb bis Ende Februar eingestellt wird.

Der Leiter des Labors kritisiert den Landkreis Harburg: Dieser habe dem „medialen Druck nicht standgehalten.“ Der Landkreis Harburg hatte Ende Oktober engere Kontrollen angekündigt. Auch ein Betriebsverbot solle geprüft werden.

Tierversuche in Hamburg: Blutverschmierte Hunde, schreiende Affen

Tierschützer hatten nach Vorwürfen der Misshandlung von Tieren vehement die Schließung des Tierversuchslabors südlich von Hamburg gefordert. In dem Labor in Mienenbüttel sollen Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt worden sein.

aktivist deckt tierquälerei in versuchslabor bei hamburg auf

Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschleust und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt. In dem Labor sollen nach Angaben der Firma Auftragsstudien bei der Arzneimittelzulassung durchgeführt werden.

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76 Affen waren bereits abtransportiert worden, zurück an den Lieferanten. Nach Informationen von Tierschützern wurden die Affen in die Niederlande gebracht. (gen)

Dieser Text erschien zuerst auf www.abendblatt.de.