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Pippi Langstrumpfs Kino-Comeback dank Harry-Potter-Machern

| Lesedauer: 3 Minuten
Petra Koruhn
Frech, keck und lustig: Pippi Langstrumpf und Herr Nilsson – der Affe gehört dazu.

Frech, keck und lustig: Pippi Langstrumpf und Herr Nilsson – der Affe gehört dazu.

Foto: EPA PRessensbild / dpa

Mit „Pippi Langstrumpf“ schrieb sich Astrid Lindgren in die Herzen der Kinder. Die Macher von „Harry Potter“ planen eine Neu-Verfilmung.

Berlin. Rote Zöpfe, Sommersprossen – das ist Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Bücher aus den 1940er Jahren haben Massen begeistert. 65 Millionen Mal wurden Lindgrens Geschichten verkauft. Jetzt kommt das Mädchen, das mit großer Klappe und auf riesigen Schuhen schon Girl Power verkörperte, als es das Wort noch gar nicht gab, in die Kinos. 50 Jahre nach der Erstverfilmung.

Pippi Langstrumpf neu verfilmt: Harry-Potter-Macher als treibende Kraft

Wie in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, hat sich das europäische Filmstudio StudioCanal mit dem britischen Erfolgsproduzenten David Heyman und seiner Firma Heyday Films zusammengetan, um einen neuen Pippi-Film aufzulegen.

Dass sie eine beliebte Kinderbuchfigur in neuem Gewand und mit viel Herz auf die große Leinwand hieven können, haben sie zuletzt schon mit den beiden „Paddington“-Filmen bewiesen. Zudem war Heyman auch eine der treibenden Kräfte hinter den „Harry Potter“-Adaptionen.

Das Mädchen mit dem Rotschopf war aus den Kinderzimmern der Welt nicht wegzudenken und schon lange Kult, bevor Harry Potter überhaupt geboren war. Sie trug den Affen Herrn Nilsson auf der Schulter und war das frechste, mutigste und lustigste Mädchen aller Zeiten, das nicht nur von Kindern heiß geliebt wurde. Astrid Lindgren hatte mit dieser wilden Abenteuerin eine geradezu zeitlose Figur geschaffen.

Zusammenarbeit mit der Astrid Lindgren Company

Um sicherzustellen, dass man der Vorlage möglichst gerecht wird, arbeiten StudioCanal und Heyday Films für das neue „Pippi“-Leinwandabenteuer direkt mit der Astrid Lindgren Company zusammen, die die Rechte an den Werken der 2002 verstorbenen schwedischen Autorin verwaltet.

Sie seien geehrt von dem Vertrauen, das ihnen die Familie von Astrid Lindgren entgegenbringe, „indem sie uns ihre Partner sein lässt, diese zeitlose, wunderbare und fröhliche Figur von Astrid Lindgren auf die große Leinwand zu bringen“, ließ Studiocanal mitteilen.

Deren Chef, Astrid Lindgrens Enkel Nily Nyman, zeigte sich schon äußerst begeistert von den Verantwortlichen der kommenden Verfilmung und bezeichnete sie als „ein Team, das den Wert und die Bedeutung von Pippi Langstrumpf versteht und in dem Film sowohl die Verspieltheit, als auch die Tiefe der Arbeit meiner Großmutter einfangen kann“.

Erste Verfilmung bereits vor 50 Jahren

Die Bücher über Pippi Langstrumpf waren bereits vor rund 50 Jahren verfilmt worden. Damals spielte Inger Nilsson die mutige Pippi. Auch als Zeichentrickserie waren die Geschichten schon zu sehen. Nun sollen erneut echte Schauspieler vor der Kamera stehen.

Namen wurden noch nicht genannt. Wann der Film ins Kino kommen könnte, wurde ebenfalls noch nicht bekanntgegeben.

Die Bücher erzählen von Pippi, dem „stärksten Mädchen der Welt“, das alleine in der Villa Kunterbunt lebt. Mit ihren Freunden Annika und Tommy erlebt sie viele Abenteuer. Lindgren (1907-2002) erfand die Geschichten für ihre Tochter. Die Schwedin schrieb unter anderem auch „Karlsson vom Dach“ und „Wir Kinder aus Bullerbü“.

2018 wurde Astrid Lindgrens „Bullerbü“-Haus zum Verkauf angeboten. Um viel Geld ging es auch vor Gericht: Es wurde gestritten, ob das Pippi-Langstrumpf-Lied gegen Urheberrecht verstößt.

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