Gewalttat

Drama in Finnland: Frau in Schule wohl mit Säbel getötet

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Bei einem gewalttätigen Vorfall in einer in einem Einkaufszentrum liegenden Berufsschule hat es einen Toten gegeben.

Bei einem gewalttätigen Vorfall in einer in einem Einkaufszentrum liegenden Berufsschule hat es einen Toten gegeben.

Foto: LEHTIKUVA / Reuters

Zehn Verletzte und ein Toter: In Finnland soll eine Person mit einem Säbel in eine Schule eingedrungen sein. Das ist passiert.

Helsinki. War es ein gezielter Anschlag gegen eine bestimmte Person? Oder ein wahlloser Amoklauf? Finnland unter Schock: In einer Berufsschule in einem finnischen Einkaufszentrum ist bei einer Gewalttat eine Frau getötet worden.

Zehn weitere Personen wurden in Kuopio nach Angaben der Polizei und der Universitätsklinik der Stadt verletzt, zwei davon schwer, teilte die zuständige Polizei am Dienstag auf Twitter mit.

Unter den Verletzten befanden sich ein Polizist und auch der mutmaßliche Täter. Bei ihm handelte es sich demnach um einen gebürtigen Finnen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst ebenso unklar wie das Motiv.

Person soll mit Schwert in Klassenraum eingedrungen sein

Der Angreifer soll laut Augenzeugenberichten mit einem Säbel in einen Klassenraum der Schule eingedrungen sein. Die Polizei bestätigte zunächst lediglich, dass es sich um eine Waffe mit einer Klinge gehandelt habe.

Der Täter hatte zudem eine Schusswaffe bei sich. Die Polizei nahm ihn fest. Die Berufsschule bestätigte, dass es einen schweren Vorfall in ihren Räumen gegeben habe. Sie gab allerdings zunächst keine weiteren Informationen dazu bekannt.

Die Räumlichkeiten befinden sich nach Angaben der Polizei im Gebäudekomplex eines Einkaufszentrums, das abgesperrt wurde – rund vier Kilometer südwestlich von Kuopio. Die Beamten hätten Gebrauch von der Schusswaffe gemacht, Gefahr für Außenstehende bestehe nun nicht mehr, erklärte die Polizei am Nachmittag.

Premierminister wendet sich an Opfer

Auf Twitter sprach Antti Rinne, der Premierminister von Finnland, den Verwandten der Opfer sein Beileid aus. Die Gewalttat am Savo Vocational College in Kuopio sei schockierend und völlig inakzeptabel. Er stehe mit der Polizei in Kontakt. Weitere Regierungsmitglieder und Staatspräsident Sauli Niinistö zeigten sich ebenfalls schockiert.

Kuopio liegt rund 340 Kilometer nördlich von Helsinki. Die Stadt hat knapp 120.000 Einwohner und ist damit die größte im östlichen Teil Finnlands. In Deutschland ist Kuopio vor allem als Wintersportort bekannt.

In den vergangenen Jahren mehrere Angriffe an Schulen

Finnland hat in den vergangenen Jahren mehrere gewalttätige Angriffe erlebt, darunter häufiger an Schulen. 2013 hatte ein 16-Jähriger in einer Berufsschule in Oulu drei Mitschülerinnen und einen Hausmeister mit einem Messer schwer verletzt.

Ebenfalls an einer Berufsschule waren im Jahr 2008 in der Kleinstadt Kauhajoki zehn Menschen von einem 22-Jährigen erschossen worden. Ein Jahr zuvor hatte ein 18 Jahre alter finnischer Schüler acht Menschen in einer Schule in Jokela mit Schüssen getötet.

In den vergangenen Monaten hatte immer wieder Gewalttaten an Schulen für Entsetzen gesorgt. So hatten Anfang 2019 zwei Jugendliche bei einem Amoklauf in einer Schule in Sao Paulo mindestens sechs Menschen und sich selbst getötet.(dpa/msb)

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