Jahreszeiten

Herbstanfang: Warum der Herbst zwei Mal im September anfängt

Im September beginnt der Herbst – und das sogar zweimal. Wir erklären, warum zwei Daten mit dem Herbstanfang in Verbindung stehen.

Wann beginnt der Herbst?

Herbstanfang ist am 1. September. Oder am 22. Oder am 23. Und wenn man Botaniker fragt, wird es noch komplizierter. Warum es diese Unterscheidungen gibt, erklärt das Video.

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Berlin. 
  • Der September läutete bereits den Herbst ein – die Temperaturen sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken
  • An diesem 22. September beginnt auch der kalendarische Herbstanfang
  • Gleich zwei Termine muss man sich zum Herbstanfang merken

Noch verwöhnt uns die Sonne und bringt zumindest tagsüber in vielen Regionen Deutschlands sommerliche Temperaturen. Doch der Herbst sendet seine Zeichen: Die Tage werden kürzer, die Jacken vor allem am Morgen dicker, die Blätter bunter. Ist der Herbst seit Wochen im Gang? Oder beginnt er doch erst jetzt? 1. oder 22. September – wir klären, wann wirklich Herbstanfang ist.

Wann fängt der Herbst an?

Der meteorologische Herbstanfang fällt jedes Jahr auf den 1. September. Das liegt daran, dass die Wetter-Expertinnen und -Experten das Jahr in vier Teile aufgeteilt haben; sie dauern jeweils drei Monate.

Der simple Grund: Damit lassen sich die Daten und Statistiken der Wetter-Experten besser einordnen. Bei ihnen gilt also: März bis Mai ist Frühling, Juni bis August ist Sommer, September bis November ist Herbst, und Dezember bis Februar ist Winter.

Der kalendarische bzw. astronomische Herbst beginnt in diesem Jahr hingegen erst am 22. September – um 15.31 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Dann ist die Nacht genauso lang wie der Tag. Laut Deutschem Wetterdienst heißen die beiden Tage, an denen der Herbst bzw. der Frühling beginnen, Äquinoktien (von lateinisch aequus „gleich“ und nox „Nacht“), also Tagundnachtgleiche. Die Sonne steht dann mittags senkrecht über dem Äquator.

Der kalendarische Herbstanfang findet aber nicht immer am 22. September, sondern manchmal auch am 23. September statt. Das Jahr hat nämlich nicht exakt 365 Tage, sondern durchschnittlich 365 Tage, 5 Stunden, 49 Minuten und eine Sekunde. Jeder Herbstanfang beginnt daher etwa sechs Stunden später als der ein Jahr zuvor. Schaltjahre gleichen das wieder aus.

Herbstanfang: In der Corona-Krise womöglich erhöhte Ansteckungsgefahr

Der Herbst gilt oft auch als Start der alljährlichen Grippesaison. Angesichts der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Pandemie rechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in diesem Jahr damit, dass die kälteren Jahreszeiten die bestehenden Probleme wieder schlimmer machen.

  • Corona: Alle Entwicklungen lesen Sie in unserem Blog.

In ihrer Sommer-Pressekonferenz warnte sie vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr, „wenn wir uns wieder drinnen aufhalten, an Arbeitsplätzen, Schulen und in Wohnungen“. Mehr dazu: Merkel warnt Deutschland vor dem nahenden Corona-Herbst.

(jb/reb/dpa)

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