Tiere

Frau kommt mit Pony zu Linienflug – warum es mitfliegen darf

Überraschung für Fluggäste: Plötzlich stand ein Pferd im Gang. Nicht ganz unüblich: „Support Animals“ sollen die Besitzer beruhigen.

Mini-Pferde können als „Emotional Support Animals" genutzt werden und so ihren Besitzern helfen, mit Stresssituationen umzugehen. Eine Frau nahm ihr „Flirty" mit ins Flugzeug. (Symbolbild)

Mini-Pferde können als „Emotional Support Animals" genutzt werden und so ihren Besitzern helfen, mit Stresssituationen umzugehen. Eine Frau nahm ihr „Flirty" mit ins Flugzeug. (Symbolbild)

Foto: imago / Norbert Schmidt

Berlin. Viele Dinge, die für die Mehrheit der Menschen eigentlich kein größeres Problem darstellen, sind für einige andere riesige Herausforderungen: Emotionale Instabilität und Angststörungen können schon kleine Aufgaben des Alltags zu Problemen machen. Eine Möglichkeit, trotzdem am Leben vor der Haustür teilzunehmen, ist für viele die Anschaffung eines „Emotional Support Animals“.

Diese „Emotionsunterstützungstiere“ dienen den Besitzern genau dazu – sie emotional zu unterstützen, zu beruhigen. Und das überall – im Zweifel sogar beim Fliegen. Entsprechend durfte ein Mini-Pony kürzlich an Bord eines Fluges von Chicago nach Omaha – zur Überraschung der Mitreisenden.

Mini-Pferd „Flirty“ darf im Flugzeug mitfliegen

„Flirty“ heißt das Tier, das seiner Besitzerin Abrea Hensley helfen soll, keine Panikattacken zu bekommen. Am häufigsten werden Hunde als emotionale Unterstützer eingesetzt– allerdings gibt es auch Fälle, in denen zum Beispiel Alligatoren zur Beruhigung eingesetzt werden. Gegen Hunde ist die Besitzerin des Mini-Ponys nach eigenen Angaben bei Instagram übrigens allergisch.

Für viele öffentliche Einrichtungen und Ausflugsorte sind die Support Animals ein großes Thema. Freizeitparks wie Disney World erlauben nur bestimmte Arten, prüfen genau die Papiere – damit nicht jeder jedes Haustier unter dem Vorwand der emotionalen Stabilität mitschleppt.

Flirty auf jeden Fall hat die eineinhalb Stunden Flugzeug offenbar gut überstanden. Für die Crew war das Pony zumindest ein gern gesehener Fluggast – mit dem dann auch erstmal Fotos gemacht wurden. „Sogar der Pilot kam raus und hat hallo gesagt“, schreibt Flirtys Besitzerin bei Instagram. Drei Sitze waren notwendig, damit sie mit ihrem Tier in der Economy Class genug Platz fand.

In der Regel sind Hunde und Katzen Support Animals

„American Airlines“ erlaubt in der Regel nur Hunde und Katzen als Emotional Support Animals auf seinen Flügen, Mini-Pferde nur in Ausnahmen. Voraussetzung ist, dass die Tiere stubenrein sind und genug Platz vorhanden ist. Sollte ein Flug ausgebucht und dadurch nicht genug Raum in der Kabine vorhanden sein, muss umgebucht werden.

Essen vom Tablett dürfen die Tiere nicht, zudem darf pro Gast nur ein Tier mitgenommen werden. Andere Fluggesellschaften verfahren ähnlich. Normalerweise, so Hensley auf Instagram, bevorzuge sie übrigens, mit dem Auto zu reisen. Sie hat den Beifahrersitz ausbauen lassen – so passt Flirty in ihren Wagen.

In den USA sind die tierischen Therapiehelfer immer häufiger zu sehen – neben Katzen werden sogar Hähne und Alligatoren für die Unterstützung angeschafft. (ses)

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