Strip-Show

Warum Ex-Bachelor Paul Janke stolz ist, Chippendale zu sein

Vor sieben Jahren suchte er beim „Bachelor“ seine Traumfrau. Bald lässt Paul Janke bei den Chippendales die Hüllen fallen.

TV-Promi Paul Janke – Ex-Bachelor und mal „Let’s Dance“-Kandidat – geht im Herbst mit den Chippendales auf Tour.

TV-Promi Paul Janke – Ex-Bachelor und mal „Let’s Dance“-Kandidat – geht im Herbst mit den Chippendales auf Tour.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Essen. Bekannt wurde Paul Janke als „Bachelor“, der bei RTL nach der großen Liebe sucht. Das war vor sieben Jahren. Seitdem tourt der Hamburger durch die verschiedensten TV-Formate, hatte eine kleine Rolle in der Seifenoper „Verbotene Liebe“ und versuchte sich als DJ.

Nun hat der 37-Jährige ein neues Projekt: Ab Herbst tritt er mit den Strippern der Chippendales auf. Lena Reichmann hat er verraten, worauf sich das Publikum freuen kann.

Erst Mister Hamburg, dann der Bachelor und jetzt Stripper: Ihr Weg war ganz schön weit, oder?

Paul Janke: Hätte mir das vor acht Jahren jemand gesagt, hätte ich das auch nicht geglaubt. Aber es hat sich einfach alles so ergeben und ich bin jetzt ganz happy damit.

Herr Janke, wie sehr genießen Sie bei all dem die weibliche Aufmerksamkeit?

Janke: Es dreht sich bei mir natürlich irgendwie immer um die Frauen. Ich hatte erst eine traumhafte Zeit beim Bachelor. Und wenn man jetzt auf der Bühne steht und 5000 Frauen zu einem hochgucken, ist das schon ein gutes Gefühl.

Obwohl Stripper erstmal nicht positiv klingt, das ist mir klar. Aber ich bin extra nach Las Vegas geflogen und habe mir die Show angeguckt. Und ich muss sagen, sie ist wirklich unterhaltsam. Die Jungs können singen, sie können tanzen und es geht echt nicht nur um das Ausziehen. Das ist einfach eine coole Unterhaltungsshow, die man sich auch mit seiner Freundin ansehen kann. Jetzt bin ich stolz darauf, einer von 20 Chippendales weltweit zu sein.

Das Publikum hat trotzdem Erwartungen, möchte gerne viele Muskeln sehen. Wie bereiten Sie sich auf die Show vor?

Janke: Ich trainiere schon relativ viel im Moment. Ich möchte ja nicht abfallen gegenüber den anderen. In den letzten Monaten achte ich auch ­verstärkt auf die Ernährung, damit ich im Herbst, wenn es losgeht, in Shape bin.

Ganz unsportlich waren Sie nie: Sie haben eine Karriere als Fußballer hinter sich und bei „Let’s Dance“ sogar schon Tanzerfahrung gesammelt. Hilft das jetzt?

Janke: Naja, bei „Let’s Dance“ geht es ja ganz klassisch um Standard und Latein mit dem Partner. Bei den Chippendales tanzt man eine Choreografie in der Gruppe. Das sind natürlich völlig andere Moves. Aber es hilft schon, wenn man mal getanzt hat.

Es wird aber nicht nur getanzt: Wie viel nackte Haut wird es am Ende wirklich geben?

Janke: Es wird sehr viel nackte Haut geben! Da wird sicher das eine oder andere Hemd zerrissen. Aber die Show hat trotzdem Stil. Ein bisschen was wird also verborgen bleiben.

Und dennoch geht es dabei nicht unbedingt um die inneren Werte. Haben Sie keine Angst, bei all den Auftritten auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden?

Janke: Nee. Ich weiß ja, was ich sonst so drauf habe. Und ich glaube, ich wäre nicht seit acht Jahren im Business, wenn es nur ums Aussehen ginge. Da gibt es andere Bachelors, die besser aussehen als ich und nicht mehr im Business sind.

Sie sprechen von Business, hatten aber ursprünglich mal nach der großen Liebe gesucht. Damit hat es bisher nicht geklappt. Woran liegt das?

Janke: Das ist wie im normalen Leben: Mal klappt es, mal klappt es nicht. Es gab zwar immer wieder die eine oder andere Frau in meinem Leben, nur die Richtige war noch nicht dabei. Aber ich glaube, am Ende findet schon jeder noch seinen Deckel.

Was würde das beruflich bedeuten? Sie leben immerhin von Ihrem Single-Image.

Janke: Es gibt bestimmt noch Jobs, die ich machen kann, wenn ich eine Partnerin habe. Ich habe auch immer gesagt, dass ich Familie und Kinder haben möchte. Und wenn du dann jemanden gefunden hast, willst du das auch ausleben und dich nicht verstecken. Wobei ich gerade am Anfang schon vorsichtig wäre und erst an die Öffentlichkeit gehen würde, wenn ich mir sicher bin.

Daran, dass Sie zu wenige Frauen kennenlernen, kann es nicht scheitern: Sie treffen Frauen quasi beruflich. Was müsste Ihre Traumfrau denn mitbringen?

Janke: Das Gesamtpaket. Nur von einem schönen Teller kann man nicht essen. Ich brauche eine gestandene Frau, die weiß, was sie will, die eigenständig ist. Für eine richtige Partnerschaft reicht es eben nicht aus, wenn man nur gut aussieht.

Sie sind beruflich extrem viel unterwegs. Wie viel Zeit bliebe da überhaupt für eine Partnerin?

Janke: Es muss schon eine Frau sein, die das akzeptiert und mitmacht. Sonst würde das nicht funktionieren. Zeit findet man dann immer, wenn man es auch möchte.

Sie haben aber auf jeden Fall immer viel zu tun. Ob als DJ, bei Fernsehshows oder jetzt mit den Chippendales. Gibt es da etwas, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Janke: Es ist genau diese Mischung: Mal lege ich als DJ auf, mal moderiere ich oder bin in TV-Shows. Allgemein hat Fernsehen für mich meist Vorrang. Einfach auch aus dem Grund, dass ich von der Bekanntheit lebe. Aktuell ist das Chippendales-Projekt für mich allerdings sehr wichtig. Da sind wir drei Monate auf Tour und ich denke, dass ich mich da selbst bei weiterentwickeln kann. Das ist eine Riesen-Chance und deshalb liegt der Fokus in diesem Jahr ganz klar darauf.

Bei dem, was Sie schon alles gemacht haben, ist es schwierig zu sagen, was als Nächstes kommt, oder?

Janke: Ja, das stimmt. Ich glaube, ich habe inzwischen wirklich fast alles gemacht – außer den Dschungel.

Rückblick: Dschungelcamp 2019 – Warum ist die Staffel so erfolgreich?

Wäre das Dschungelcamp denn was für Sie? Bei Big Brother waren Sie ja immerhin schon.

Janke: Puh. Also es gab schon Anfragen. Aber das ist schon sehr speziell, das muss man sich gut überlegen. Ich hasse zum Beispiel Insekten und kann keine ekligen Sachen essen. Dadurch fallen zwei wichtige Bestandteile der Show für mich schon weg. Ob die Zuschauer das dann so sympathisch fänden, weiß ich nicht.

• Dieses Interview ist zuerst auf waz.de erschienen.