Festnahme

Frau produziert Falschgeld mit Heimdrucker – für neues Auto

Eine Frau aus Primasens wollte mit Falschgeld ein Auto kaufen. Ein plumper Versuch: Die Blüten kamen aus einem Tintenstrahldrucker.

Diesen Drucker fand die Polizei in Pirmasens bei einer Frau, die zuvor versucht hatte, mit Falschgeld ein Auto zu kaufen.

Diesen Drucker fand die Polizei in Pirmasens bei einer Frau, die zuvor versucht hatte, mit Falschgeld ein Auto zu kaufen.

Foto: Polizei Primasens

Berlin/Pirmasens.. Zuletzt war die Zahl der sichergestellten Blüten in Deutschland noch gesunken – eine 20-Jährige hat nun daran gearbeitet, die Statistik wieder zu befeuern – und ordentlich Falschgeld produziert. Die junge Frau hatte dabei ein Ziel vor Augen.

Tatsächlich waren die technischen Kompetenzen nicht so ausgeprägt wie ihre kriminelle Energie: 15.000 Euro druckte eine 20-Jährige sich für einen Autokauf. Und nutzte dabei nicht, wie sonst in der Geldfälscher-Branche üblich, aufwendige Verfahren zur Produktion der Geldscheine. Sondern einen simplen Tintenstrahldrucker.

Frau druckt sich ihr Falschgeld mit dem Tintenstrahldrucker

  • 20-Jährige will mit Blüten ein Auto kaufen
  • Falschgeld zu produzieren, bestellen, besitzen und/oder in Verkehr zu bringen ist nach Paragraph 141 des Strafgesetzbuches strafbar
  • Wenig überraschend wurde die Frau mit ihrer eher unprofessionellen Herangehensweise aufgeflogen.
  • 2018 waren 563.000 Blüten laut Bundeskriminalamt aus dem Verkehr gezogen worden – 19 Prozent weniger als im Vorjahr

Frau druckt Blüten Zuhause – mit handelsüblichem Drucker

Auf die Idee muss man erst einmal kommen: Eine Frau aus Pirmasens hat mit Falschgeld aus einem handelsüblichen Mittelklasse-Tintenstrahldrucker versucht, ein Auto zu kaufen – und ist dabei (natürlich) aufgeflogen. Die Frau wurde am vergangenen Freitag nach ihrem plumpen Betrugsversuch in einem Autohaus in Kaiserslautern festgenommen.

Die 20-Jährige war mit 15.000 Euro bei dem Autohändler erschienen – nicht ein Euro davon war echt. Die Polizei fand in der Wohnung weitere, zum Teil noch im Drucker liegende Blüten, die zumindest grob wie 50- und 100-Euro-Scheine im Wert von 13.000 Euro aussahen. Oder wie es die Polizei in ihrer Pressemitteilung nannte: „Falsifikate, die als solche leicht erkennbar waren.“ Die Frau hatte gewöhnliches Druckerpapier benutzt.

Das (mutmaßlich sehr simple) Verfahren liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Zweibrücken und der Kriminalpolizei Pirmasens.

(ba)