Tornado

Extremwetter in USA: Tote nach Tornados, Hitzewelle im Süden

Dutzende Tornados haben in Teilen der USA schwere Schäden verursacht. Zwei Menschen starben, ganze Ortschaften wurden zerstört.

Celina/Ohio nach dem Tornado.

Celina/Ohio nach dem Tornado.

Foto: John Minchillo / dpa

Washington. 55 Tornados in nur zwei Tagen: Teile der USA werden derzeit von schweren Unwettern heimgesucht. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Kansas, Missouri, Oklahoma und Ohio.

Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, es gab viele Verletzte, zahlreiche Häuser wurden zerstört, Stromverbindungen gekappt, der Flugverkehr wurde unterbrochen.

Das Wetter in den USA zeigt derzeit diverse Extreme, neben dem heftigen Unwettern und Tornados um Kansas bereitet eine Hitzewelle dem Süden Sorgen. In Georgia, North Carolina und South Carolina war es teilweise 38 Grad war – heißer als je zuvor am 28. Mai.

Tornados in den USA: Zwei Todesopfer in Ohio und Arkansas

Die Tornados haben In Celina in Ohio kam ein 81 Jahre alter Mann ums Leben, als ein Fahrzeug in sein Haus geschleudert wurde, wie Bürgermeister Jeffrey Hazel am Dienstag (Ortszeit) sagte. Mehrere Menschen seien verletzt, viele Häuser beschädigt oder zerstört und die Stromversorgung unterbrochen worden. Im Bundesstaat Arkansas ertrank ein 64-jähriger Mann in den Regenfluten, wie CNN meldete.

In Brookville in Ohio glaubte der 59-jährige Michael Sussman am Montagabend, dass sein letztes Stündlein geschlagen habe. Als er die ersten Tornado-Warnungen hörte, machte er sich noch keine großen Sorgen. Auf seinem Laptop habe er dann gesehen, dass der Sturm sich direkt auf ihn zubewegte. Kurz darauf wurde die Eingangstür seines Hauses weggerissen.

„Ich wurde von Trümmern am Kopf getroffen. Ich schaute hoch, und ich hatte kein Dach mehr. Ich stand mitten im Flur und wusste nicht, ob ich das überleben würde“, sagte Sussman CNN. Sein Haus wurde binnen 20 Sekunden zerstört, Sussman selbst erlitt eine Gehirnerschütterung, sei aber auf dem Wege der Besserung, sagte seine in der Nachbarschaft lebende Ex-Frau Caron Cantrell.

Unwetter in den USA – Flugverkehr zeitweise eingestellt

In Linwood im Bundesstaat Kansas wurden Dutzende Häuser völlig zerstört, wie Bürgermeister Brian Christenson CNN sagte. Er habe mit 20 anderen Einwohnern in einem Keller ausgeharrt, als der Tornado am Dienstagabend über den Ort hinwegzog. Viele Dächer wurden vom Sturm weggerissen. Entwurzelte Bäume, umgeworfene Strommasten und herumwirbelnde Trümmer machten einige Straßen in Linwood und der benachbarten Stadt Lawrence unpassierbar.

In Kansas City in Missouri musste der Flugverkehr am Internationalen Flughafen vorübergehend eingestellt werden, nachdem Trümmerteile auf die Landebahn geflogen waren.

Süden der USA leidet derweil unter Hitze

Im Bundesstaat New Jersey wurde ein Schulgebäude von Unwettern beschädigt, als dort am Dienstagabend (Ortszeit) gerade eine Feier lief. Alle Teilnehmer seien in Sicherheit gebracht und niemand verletzt worden, teilten die Behörden mit. Mehr als 14.000 Menschen waren in New Jersey zeitweilig ohne Stromversorgung.

In den Vororten von Tulsa im Bundesstaat Oklahoma stand das Wasser nach Überschwemmungen meterhoch.

Schon in der vergangenen Woche hatten Tornados und heftige Unwetter in mehreren Staaten des Mittleren Westens der USA Überschwemmungen und Schäden verursacht. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben. Mitte April gab es Tornados und Sturzfluten – mehrere Menschen starben durch die Sturmfront. (dpa/sdo)