RTL-Tanzshow

Let’s Dance: Kerstin Ott ist die, die nicht mehr tanzt

Evelyn Burdecki überrascht, Kerstin Ott weint und Joachim Llambi gibt den Macho. Das war die fünfte Sendung von „Let’s Dance“.

Kerstin Ott (rechts) hatte keine Lust mehr, bei „Let’s Dance“ zu tanzen.

Kerstin Ott (rechts) hatte keine Lust mehr, bei „Let’s Dance“ zu tanzen.

Foto: Andreas Rentz / Getty Images

Berlin.  Endlich. Nicht Ella Endlich. Endlich Kerstin. Am Freitagabend ist die Sängerin („Die immer lacht“) bei der fünften Live-Sendung von „Let’s Dance“ ausgeschieden. Schon beim Training vergoss Kerstin Ott erste Tränen, bat sogar das Publikum darum, nicht mehr für sie anzurufen. Und sie erfüllten ihr den Wunsch.

Mit gerade einmal sieben Punkten – bei drei Jury-Mitgliedern wohlbemerkt – und Joachim Llambis Kritik „bereits im Kopf abgeschlossen“ zu haben, verabschiedete sich Ott tränenreich von der RTL-Sendung, in der sie immer wieder harte Kritik einstellen musste .

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Samba-Rekord von Ella Endlich bei „Let’s Dance“

Den Höhepunkt markierten an diesem Abend Ella Endlich und Valentin Lusin. Mit einer spektakulären Samba sorgten sie nicht nur für den Punktesieg, sondern auch für einen neuen Rekord. Noch nie zuvor wurde eine Samba bei „Let’s Dance“ mit 30 Punkten bewertet.

„Das war sowas von einwandfrei. Was soll man da noch mehr machen? Wir haben leider nur zehn Punkte“, sagte Llambi und hielt prompt eine 15 in die Luft. Da pro Jury-Mitglied maximal zehn Punkte vergeben werden können, gingen aber nur diese in die Wertung ein.

Auch Motsi Mabuse zeigte sich völlig hingerissen von der Sängerin: „Das war der beste Samba, den jemals eine Frau hier getanzt hat.“

Auch „Pommes“ Pascal Hens kassierte an diesem Abend die volle Punktzahl. Mit einem Quickstep zu „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – dem Song des Wintermärchens der deutschen Handball-Nationalmannschaft – überzeugte er die Juroren so sehr, dass sie ihm die Zehnen im wahrsten Sinne des Wortes entgegenwarfen. Die Punkte-Kellen von Jorge González und Motsi Mabuse landeten direkt auf der Bühne.

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Das Outfit von Jorge Gonzales: Irgendwo zwischen Stachelschwein und begossener Pudel

Und natürlich musste Oliver Pocher wieder einmal beweisen, dass er der Klassenclown unter den „Promis“ ist. Mit einem dekadenten Schnäuzer und ausladender Brustbehaarung wollte der Entertainer zu Queens „Bohemian Rhapsody“ an Freddie Mercury erinnern. Selbst Jorge Gonzalez bezeichnete diese Aufmachung als hässlich, was umso erstaunlicher ist, da er ja selbst nicht unbedingt für seine schlicht aufgemachten Outfits bekannt ist, sondern vielmehr mit ihnen die Assoziationen an Stachelschweine oder begossene Pudel weckt. So auch wieder an diesem Abend. Seine Haare sollten ihm am Freitagabend wohl guten Empfang verschaffen.

Die größte Überraschung war an diesem Abend „Dschungelkönigin“ Evelyn Burdecki. Mit 26 Punkten belohnte die Jury den Tango zu „Don’t Stop The Music“. Dabei konnte Joachim Llambi sich natürlich sein affenartiges Macho-Gehabe nicht verkneifen: „Wenn du jetzt zehn minus zwei rechnest, wie viel ist das?“, kommentierte er seine Wertung und stellte damit mal wieder unter Beweis, wie wenig Respekt und Selbstbewusstsein er haben muss, wenn er sich auf solch primitive Art über Evelyn Burdecki erhöhen muss. Und damit geht eine weitere Sendung zu Ende. Endlich. (Johanna Ewald)