Wann kommt das Essen?

Warten im Restaurant: Mehrheit nach 30 Minuten ungeduldig

30 Minuten, 45 oder sogar noch länger? Wie lange ist akzeptabel? Und wie viel Trinkgeld geben die Deutschen? Ergebnisse einer Umfrage.

Zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich, wenn ihr warmes Essen nicht nach spätestens 30 Minuten auf dem Tisch steht.

Zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich, wenn ihr warmes Essen nicht nach spätestens 30 Minuten auf dem Tisch steht.

Foto: dpa

Berlin. Wie viel Wartezeit im Restaurant ist akzeptabel? Zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich, wenn ihr warmes Essen nicht nach spätestens 30 Minuten auf dem Tisch steht (64 Prozent). Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei sind Frauen weniger tolerant als Männer, ältere Befragte deutlich ungeduldiger als jüngere. Ein Drittel der Befragten nimmt 45 Minuten Wartezeit oder mehr hin (32 Prozent). Eine Wartezeit von einer Stunde akzeptieren noch 5 Prozent.

Werden sie von einem Kellner an einem Tisch platziert, an dem schon fremde Gäste sitzen, schlucken dies 59 Prozent der Befragten, wenn auch zumeist nicht gern. Ein Drittel (34 Prozent) findet das Bei-Fremden-am-Tisch-platziert-werden inakzeptabel und würde sich beschweren.

Gefragt, wie viel Trinkgeld sie - bei zufriedenstellendem Essen und Service sowie bei 50 Euro Rechnungssumme - geben würden, antworten die sparsamsten 13 Prozent "unter 2 Euro". Das wären bis zu 4 Prozent der Rechnungssumme. 75 Prozent der Befragten würden zwischen 2 und 5 Euro geben, 4 Prozent der Befragten auch mehr. "Ich gebe generell kein Trinkgeld", sagen 3 Prozent von sich.

Die Urteile über die Servicequalität in deutschen Restaurants halten sich in etwa die Waage: Während 15 Prozent finden, dass der Service zuletzt eher schlechter geworden ist, meinen 14 Prozent, der Service sei eher besser geworden. 59 Prozent können keine große Veränderung feststellen.

Die Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland, an der 2058 Personen zwischen dem 5. und dem 7. April 2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.