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Computerspielpreis: Dorothee Bär überrascht mit ihrem Outfit

Sie könnte aus einem Spiel sein: Beim Computerspielpreis zeigt sich Dorothee Bär bunt. CSU-Politiker sieht man so sonst eher selten.

Dorothee Bär mit einem gewagtem Outfit beim Deutschen Computerspielpreis im Berliner Admiralspalast.

Dorothee Bär mit einem gewagtem Outfit beim Deutschen Computerspielpreis im Berliner Admiralspalast.

Foto: Gerald Matzka / picture alliance / ZB

Berlin. Bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises überraschte Dorothee Bär mit einem Latex-Kleid und zog damit viele Blicke auf sich. Das Outfit wird in den sozialen Netzwerken viel diskutiert - und die Politikerin zeigte auch gleich wie schlagfertig sie kontern kann.

Im Netz kommt das Outfit der Digital-Ministerin gut an. Unter dem Beitrag auf Instagram sammeln sich viele positive Kommentar -- auch wenn sich einige drüber lustig machen. Auf die Frage, ob das Outfit schon als "Cosplay" zählt, antwortet Bär nur: "Das war der Plan".

Dorothee Bär: Das sagt sie zum Latex-Kleid

Eine Auswahl der besten Kommentare:

  • "Du schaust einfach wunderbar aus"
  • "Für das Kleid und die Figur müsste auch ein Preis verliehen werden"
  • "Das Outfit ist echt der Oberhammer"
  • "Was für ein großartiges und mutiges Outfit von Digitalministerin Dorothee Bär"

Der „Bild“ sagte sie zum blau-pinken Mix-Outfit der österreichischen Designerin Marina Hoermanseder (designte schon für Lady Gaga): „Ich hab mir gedacht: Was ist die Berliner Variante für das Dirndl? Und dann bin ich auf das hier gekommen.“ Sie wohnte gemeinsam mit Partei-Kollege Andreas Scheuer (Verkehrs- und Digitalminister) der Verleihung bei. Vergeben wurden 13 Jury- und ein Publikumspreis.

Fakt ist: Bei so viel Farbe konnte sich Minister Andreas Scheuer nur schwer in den Vordergrund rücken. Der Verkehrsminister kam in einem schwarzen Anzug. Und sah zwischen den bunten Cosplayern und der Digitalministerin ziemlich blass aus. Aber das weiß er auch: "Weil ich eh nicht mithalten kann mit der bezaubernden Doro Bär."

"Trüberbook" bekommt Computerspielpreis

Trüberbrook“ aus der Spieleschmiede bildundtonfabrik ist zum besten deutschen Computerspiel gekürt worden. Die Macher des Games, das inmitten einer fiktiven Schwarzwald-Idylle spielt, den mit 110.000 Euro höchstdotierten Preis.

Zur festlichen Gala waren rund 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur geladen, darunter neben Bär und Scheuer auch Regierungssprecher Steffen Seibert, TV-Promi Julian F.M. Stoeckel und Sängerin Namika. Die Outfit-Wahl wurde unter anderem bei Twitter sofort diskutiert:

Der Bundesverkehrsminister hatte ein besonderes Geschenk für die Branche dabei: Die Bundesregierung fördere ab sofort die Entwicklung von Computerspielen „Made in Germany“, kündigte Scheuer an. Insgesamt stelle sein Ministerium in zwei Stufen 50 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir freuen uns auf eine rege Resonanz der Computerspielgemeinde.“

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Preis ist wichtigste Auszeichnung der Branche in Deutschland

Der Deutsche Computerspielpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche in Deutschland und wird vom Verband game gemeinsam mit der Bundesregierung verliehen. Preisgelder in Höhe von insgesamt 590 000 Euro stehen zur Verfügung. Die 32-köpfige Jury hatte aus 272 Einreichungen die Gewinner in insgesamt 13 Kategorien ermittelt.

Kriterien sind Spielspaß, Unterhaltung, künstlerische Qualität, Innovationscharakter oder pädagogisch-didaktischer Wert. Die 14. Kategorie ist der Publikumspreis - ihn gewann das Rollenspiel „Thronebreaker: The Witcher Tales“ des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt Red.

Als „Bestes Kinderspiel“ wurde „Laika“ von den Berliner Entwicklern Mad About Pandas gekürt. „Bestes Jugendspiel“ wurde „Unforseen Incidents“ von Blackwoods Entertainment aus Bochum und Application Systems aus Heidelberg.

Dorothee Bär und die Flugtaxis

Horst Seehofer hatte Bär nach der Bundestagswahl zur CSU-Staatsministerin fürs Digitale gemacht. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit sorgte Bär mit ihrer Vision von Flugtaxis für einige Lacher. Die Häme darüber hätte es aber eigentlich nicht gebraucht: Airbus hat bereits Flugtaxis vorgestellt. (dpa/ses)