Einsatz

Bombendrohung: Entwarnung in allen betroffenen Rathäusern

Schreck am Dienstagmorgen: Mehrere deutsche Rathäuser hatten Mails mit einer Drohung erhalten. Die Polizei suchte nach Sprengstoff.

Die Polizei hat am Dienstag mehrere deutsche Rathäuser, wie hier in Kaiserslautern, geräumt. Grund waren Mails mit Bombendrohungen.

Die Polizei hat am Dienstag mehrere deutsche Rathäuser, wie hier in Kaiserslautern, geräumt. Grund waren Mails mit Bombendrohungen.

Foto: Oliver Dietze / dpa

Berlin. Mehrere Rathäuser in Deutschland sind am Dienstagmorgen von der Polizei geräumt worden. Grund dafür waren Briefe und E-Mails mit Gewaltandrohungen. Die Absender hatten gedroht, Sprengstoff in den Rathäusern platziert zu haben.

Betroffen waren die Städte Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg. Am Mittag konnte die Polizei in allen Städten Entwarnung geben. Wer hinter den Drohungen steckt, ist noch unklar.

Bombendrohung in Augsburg – 500 Mitarbeiter von Evakuierung betroffen

In Augsburg gab es nach einer Gewaltandrohung einen Großeinsatz der Polizei, das Rathaus wurde evakuiert, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtete, waren auch die Stadtverwaltung, die Stadtsparkasse, das Bürgerbüro sowie mehrere Geschäfte von der Evakuierung betroffen. 500 städtische Mitarbeiter mussten ihre Arbeitsplätze verlassen.

Wie die Stadt Augsburg mitteilte, gab die Polizei das Rathaus um 11 Uhr wieder frei.

Rathäuser bekamen Droh-Mail – das Wichtigste in Kürze

• In Rathäusern mehrerer deutscher Städte gab es Bombendrohung

• Betroffen waren: Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg

• Sprengstoff-Spürhunde waren vor Ort

• Die Polizei hat inzwischen in allen Städten Entwarnung gegeben

US-Militärpolizei half bei Suche in Kaiserslautern

Im Rathaus von Kaiserslautern sei eine Bombendrohung per Mail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Das Gebäude wurde evakuiert und mit Spürhunden nach Sprengstoff gesucht. Um 11.15 Uhr gaben die Beamten Entwarnung und das Rathaus wieder frei.

Mehr als 1000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren von der Evakuierung betroffen. Für sie wurde eine Anlaufstelle in einer nah gelegenen Veranstaltungshalle eingerichtet. Die Polizei wurde bei der Suche von der US-Militärpolizei und den Polizeipräsidien Rheinpfalz und Mainz unterstützt.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. Auch hier sei zuvor eine Drohmail eingegangen. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, hat die Polizei das Rathaus um 12.35 Uhr wieder freigegeben.

Polizei gibt Entwarnung in Göttingen

Das Göttinger Rathaus wurde ebenfalls geräumt. Die Straßen um das Rathaus wurden gesperrt, der öffentliche Personennahverkehr weitläufig umgeleitet. Die Polizei durchsuchte das Gebäude mit Sprengstoff-Spürhunden.

Kurz nach 10 Uhr gab die Göttinger Polizei Entwarnung: Es sei nichts Gefährliches gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die anonyme Drohung war per Mail eingegangen.

Suchmaßnahme in Chemnitz – Entwarnung am Mittag

Nach einer Drohung gegen das Chemnitzer Rathaus hat die Polizei am Dienstagmittag Entwarnung gegeben. Es seien keine verdächtigen Gegenstände in dem Gebäude gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. Mehr als 50 Beamte hatten am Vormittag mit mehreren Sprengstoffhunden das Gebäude durchkämmt. Rund 200 Rathaus-Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen.

Gegen zwölf Uhr beendete die Polizei ihren Einsatz und sämtliche Sperrungen wurden aufgehoben.

Suche und Entwarnung in Rendsburg

Die Polizei in Rendsburg (Schleswig-Holstein) hat ebenfalls das örtliche Rathaus mit Spürhunden abgesucht. In der Nacht sei per Mail eine Bombendrohung eingegangen. In der Nachricht habe ein unbekannter Absender mitgeteilt, dass sich Sprengstoff im Rathaus befinde. Um 11.30 gaben die Beamten Entwarnung und hoben die Evakuierung auf.

Erst am Montag hatte die Polizei die neuseeländische Botschaft in Berlin wegen eines verdächtigen Briefs geräumt. Kriminaltechniker untersuchten die verdächtige Sendung, konnten aber keine Gefahr feststellen. (mein/dpa)