Unwetter

Tornado auf Kuba: Vier Tote und fast 200 Verletzte

Ein schwerer Tornado hat auf Kuba gewütet. Es gab mehrere Tote und fast 200 Verletzte. Besonders betroffen war die Hauptstadt Havanna.

Tornados sind schnell rotierende Luftsäulen, die sich von der Wolkendecke bis zum Erdboden erstrecken. Daher können sie nur bei starken Gewittern in sogenannten Superzellen entstehen.

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Havanna.  Kuba ist am Sonntagabend (Ortszeit) von einem heftigen Tornado getroffen worden. Dabei starben mindestens vier Menschen.

Weitere 195 Menschen wurden verletzt, wie das Staatsfernsehen am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die zuständigen Behörden berichtete. Demnach wurden mehr als 1200 Häuser und Wohnungen beschädigt oder ganz zerstört.

Wie Staatspräsident Miguel Díaz-Canel auf Twitter mitteilte, sei das Unwetter von „großer Intensität“ gewesen und habe schwere Schäden verursacht. Besonders stark betroffen sei der Stadtbezirk Regla in der Hauptstadt Havanna.

Die kommunistische Parteizeitung „Granma“ veröffentlichte auf ihrer Webseite Fotos von überfluteten Straßen und Trümmern auf Gehwegen. Das genaue Ausmaß der Schäden war noch nicht bekannt. Rettungskräfte seien im Einsatz, so Díaz-Canel. Die Kubaner wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Der US-Sender CNN berichtete zudem, der Tornado habe auch in den westlich von Havanna gelegenen Provinzen Pinar del Río und Artemisa sowie in der Provinz Mayabeque östlich der Hauptstadt Überschwemmungen verursacht. (dpa/cho)