Botschaft

Fall Relotius: USA „besorgt“ wegen „Spiegel“-Fälschungen

Der US-Botschafter hat mitgeteilt, die USA seien „besorgt“ wegen Fälschungen im „Spiegel“. Claas Relotius hat Geschichten erfunden.

Die „Spiegel“-Redaktion in Hamburg. Das Magazin erlebt wegen Geschichten von Claas Relotius einen Glaubwürdigkeits-Skandal.

Die „Spiegel“-Redaktion in Hamburg. Das Magazin erlebt wegen Geschichten von Claas Relotius einen Glaubwürdigkeits-Skandal.

Foto: Morris MacMatzen / Getty Images

Berlin.  Der US-Botschafter Richard Grenell hat sich angesichts des Skandals um ganz oder teils ausgedachte Geschichten im „Spiegel“ „besorgt“ gezeigt. Grenell hat diese Bedenken heute in einem Brief an die „Spiegel“-Chefredaktion dargelegt und eine unabhängige und transparente Untersuchung der Angelegenheit erbeten“, heißt es in einer Erklärung.

Diese Woche ist bekannt geworden, dass der mehrfach preisgekrönte „Spiegel“-Autor Claas Relotius in seinen Reportagen teilweise Szenen und Aussagen erfunden hat, teils sollen auch ganze Geschichten erfunden worden seien. Das löste weltweit Entsetzen aus.

Der „Spiegel“ hatte die Fälschungen am Mittwoch selbst bekannt gemacht.

Besorgt wegen der Geschichten über US-Politik

Die Botschaft sei besorgt, da einige der Veröffentlichungen auch von den USA handelten, es um amerikanische Politik und die Bevölkerung des Landes gehe.

Grenell ist ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der US-Präsident wettert immer wieder gegen „Fake News“, die ihn diskreditieren sollten. (ses)