Allergieschock

Frau färbt sich Haare – dann schwebt sie in Lebensgefahr

Eine 19-jährige Studentin wäre fast gestorben, weil sie sich die Haare färbte. Eine allergische Reaktion ließ ihren Kopf anschwellen.

Estelle war nach dem Haarefärben kaum noch wiederzuerkennen. Das Gesicht der 19-Jährigen hatte sich gefährlich aufgebläht.

Estelle war nach dem Haarefärben kaum noch wiederzuerkennen. Das Gesicht der 19-Jährigen hatte sich gefährlich aufgebläht.

Foto: dpa Picture-Alliance / Dr / picture alliance/dpa

Vitry-Sur-Seine.  Sie wollte nur eine neue Haarfarbe, doch das hätte sie fast das Leben gekostet: Die 19-jährige Estelle, Studentin aus einem Vorort von Paris, reagierte hochgradig allergisch auf ein gängiges Haarfärbemittel – so sehr, dass ihr Gesicht heftig anschwoll.

Fotos zeigen das schlimme Ausmaß der Allergie. Andere erzeugen solche Bilder spaßeshalber per Smartphone-Filter von sich, via Instagram zum Beispiel – für Estelle war die Lage jedoch so ernst, dass sie in der Notaufnahme landete.

Ärzte in Notaufnahme ließen Estelle wieder gehen

Wie „Le Parisien“ berichtet, habe ein paar Stunden nach der Anwendung zunächst ihre Kopfhaut gejuckt. Später sei das Gesicht angeschwollen. „Ich hatte einen Kopf wie eine Glühbirne!“, erinnert sich die Studentin.

Allergiemittel aus der Apotheke brachte demnach keine Besserung. Nächster Stopp: Notaufnahme. Dort gab man Estelle eine Infusion mit Antihistaminika und entließ sie direkt wieder – keine gute Idee.

Dem Bericht zufolge bekam Estelle kaum noch Luft, die Augen schwollen zu, ihr Herz raste. Zurück in der Notaufnahme retteten die Ärzte sie per Adrenalin-Spritze.

In EU gelten Grenzwerte für Färbemittel PPD

Schuld an der allergischen Reaktion ist laut „Le Parisien“ das Färbemittel PPD. Es sei in den meisten Haarfärbemitteln enthalten, 2013 habe die EU die erlaubte Konzentration aber eingeschränkt.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat PPD ein hohes allergenes Potenzial. Der Stoff werde in Haarfärbemitteln eingesetzt, weil er zusammen mit Wasserstoffperoxid zu einem dauerhaften Farbeffekt führe.

BfR empfiehlt: Färbemittel vorher auf Haut testen

„Um herauszufinden, ob man auf das Produkt allergisch reagiert, raten Hersteller von Oxidationshaarfarben, vor der Verwendung ihrer Produkte einen Selbsttest auf der Haut durchzuführen“, so das BfR. Ein Ratschlag, den Estelle befolgt hatte.

Über Social Media warnt sie nun vor den Produkten. „Ich hätte sterben können. Ich möchte nicht, dass das anderen passiert.“ (cho)

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen