Es waren radikale Vergleiche: „Mein Körper ist definierter als von Auschwitz-Insassen“, war zu hören auf dem Album „Jung, brutal, gutaussehend 3“ von Kollegah und Farid Bang. Und: man „mache mal wieder ‘nen Holocaust“. Die Zeilen sorgten für viel Kritik – besonders, weil das Werk Anfang des Jahres für den Musikpreis „Echo“ nominiert wurde. Kollegah ließ im Interview mit dem „Stern“ zu den Vergleichen wissen: „Ich werde so etwas nie wieder benutzen.“

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„Wir haben eingesehen, dass das echt verletzend sein kann“, sagte Kollegah. „Ich habe, auch nach dem Besuch von Auschwitz, großen Respekt davor“, erklärte der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt.

Besuch der Gedenkstätte Auschwitz habe Kollegah verändert

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Nach der Kritik hatte sich Der Besuch habe ihn sehr verändert, sei eine „aufwühlende, klärende Erfahrung“ gewesen. „Wenn du mit eigenen Augen siehst, wie dort fabrikmäßig Menschen vergast wurden, vergisst du das nie.“ Man werde „vorsichtiger und respektvoller“.

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Gleichzeitig betonte er, dass er stehe „für Toleranz und gegen alle Vorurteile rassistischer oder religiöser Art“ stehe. „Die Zeit der Provokation ist vielleicht erst mal vorbei.“ Er mache sich sehr viele Gedanken darüber, ob in seinen Songs etwas rassistisch verstanden werden könne.

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Zwischenzeitlich wurde Als strafbar wurden die Texte nicht eingestuft.

Rapper ist nun auch Bestseller-Autor


Kollegah hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht, „DAS IST ALPHA! Die 10 Boss-Gebote“ – es ist auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste gelandet, hat dort Thilo Sarrazin abgelöst.

Der „Echo“ hat den Skandal weniger gut überlebt: Die Preisverleihung wurde abgeschafft. Die beiden Rapper waren dort auch aufgetreten. (ses/dpa)