TV-Moderatorin

Michelle Hunziker schreibt über ihre Zeit in einer Sekte

Michelle Hunziker erzählt in ihrer Autobiografie über ihre Jahre in einer Sekte. Die Anführerin redete ihr unglaubliche Dinge ein.

Michelle Hunziker mit ihrer Tochter Aurora Ramazzotti. Die TV-Moderatorin hat bewegte Zeiten hinter sich und nun darüber geschrieben.

Michelle Hunziker mit ihrer Tochter Aurora Ramazzotti. Die TV-Moderatorin hat bewegte Zeiten hinter sich und nun darüber geschrieben.

Foto: Pamela Rovaris / imago/Pacific Press Agency

Berlin.  Sie ist bekannt als unbeschwerte Moderatorin, die es problemlos verbal mit Fernseh-Urgesteinen wie Thomas Gottschalk (68) und Dieter Bohlen (64) aufnimmt – doch Michelle Hunzikers Leben ist nicht immer nur Glamour und Vergnügen gewesen: Der beliebte TV-Star (41) hat eine schwierige Zeit in einer Sekte hinter sich, wo sie sich nach eigenen Worten komplett aufgeben musste.

„Ich glaubte, dass es außerhalb dieses Zirkels für mich nichts mehr gäbe, dass ich krank werden und sterben würde“, zitiert „Bild“ aus dem Buch „Ein scheinbar perfektes Leben“ der Moderatorin.

Michelle Hunziker wird Teil der Sekte „Krieger des Lichts“

Mit Anfang 20 sei Hunziker in die Fänge der Sekte „Krieger des Lichts“ gelockt worden. Dem Bericht zufolge hatte Hunziker die Führerin der Sekte „Clelia“ kennengelernt, weil diese ihren damaligen Ehemann Eros Ramazzotti von einem Halsleiden befreit hatte. Die Frau stoppte dann laut Hunziker auch noch den Haarausfall der Moderatorin – und gewöhnte ihr das Rauchen ab. Genug, dass die Italienerin Clelia völlig vertraute.

„Mein Papa war gestorben, ich war gerade geschieden, war 23 Jahre alt und fand mich allein mit einer vierjährigen Tochter. Ich suchte meinen Platz in der Welt und fand ihn nicht, fühlte mich verloren“, hatte Hunziker schon 2013 in ihrer italienischen Biografie „Con la scusa dellamore“ geschrieben. „Ich war müde und erschreckt, die ideale Beute für Menschen ohne Skrupel.“ Die Sekte habe den finalen Keil in die Beziehung zu Ramazzotti getrieben, zwischenzeitlich habe man ihre Anrufe kontrolliert.

Kein Sex für die „wiedergeborene Nazibraut“

In dem neuen Buch, das am 28. September erscheint, berichtet Hunziker dann über weitere unglaubliche Dinge, die sie in der Sekte erlebte. „Man durfte nicht rauchen, keinen Alkohol trinken und keine tierischen Proteine verzehren.“ Auch Sex und Selbstbefriedigung seien Tabu gewesen: „Clelia zufolge war die Sexualität ein animalischer Instinkt und daher schmutzig und niedrig. Wir mussten diesen Instinkt auf eine höhere Ebene heben, ihn sublimieren und in innere Energie verwandeln.“

Die Sektenführerin habe Hunziker dem Bericht zufolge sogar einreden wollen, Hunziker sei eine Schwester von Jesus und eine wiedergeborene Nazi-Braut.

Fünf Jahre, bis die Situation unerträglich wurde

Hunziker hatte zuerst die volle Aufmerksamkeit der Sektenchefin – die sie ihr dann entzog, Hunziker habe sich darum bemüht, sie wieder für sich zu begeistern. Doch irgendwann habe sie realisiert: Wenn sie damit nicht aufhören würde, werde sie in Einsamkeit enden. Dann habe sie sich dann freigekämpft. „Es dauerte fünf Jahre, bis die Situation für mich unerträglich wurde“, wird Hunziker zitiert. (ses/dpa)

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