Ermittlungen

Neue Erkenntnisse – Großeinsatz der Polizei im Fall Peggy

Noch immer fehlt im Fall Peggy der Täter. 2016 hatte man die Leiche des Mädchens gefunden. Ein Polizeieinsatz sorgt nun für Aufsehen.

5 Fakten zum Fall Peggy Knobloch

5 Fakten zum Fall Peggy

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Marktleuthen/Lichtenberg.  Gibt es Bewegung im Fall Peggy? Die Polizei in Oberfranken hat im Zusammenhang mit dem getöteten Mädchen am Mittwoch mehrere Anwesen durchsucht. „Es gab einen umfangreichen Polizeieinsatz“, sagte Jürgen Stadter von der Polizei Oberfranken der dpa und bestätigte damit mehrere Medienberichte.

Es habe Durchsuchungen in Marktleuthen und Lichtenberg gegeben, dabei seien auch Personen vernommen worden. Zuvor hatte unter anderem die „Frankenpost“ über den Einsatz berichtet und sich auf Nachbarn berufen.

Polizei will Details bekannt geben

Medienberichte, wonach es auch eine Festnahme oder sogar ein Geständnis gegeben habe, dementierte der Sprecher. Es gebe keinen neuen Tatverdächtigen. „Es ist derzeit niemand in Haft.“ Details zum Einsatz wollte die Polizei am Nachmittag bekannt geben.

„Focus Online“ hatte berichtet, ein Mann sei festgenommen worden und auch geständig. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Bezahlangebot) wurde der Mann nach einem längeren Verhör hingegen am Mittwochabend wieder freigelassen.

Laut „Frankenpost“ vernahmen die Ermittler ein Ehepaar, zudem sei die Gegend weiträumig durchsucht worden, auch das Elternhaus des Mannes und die dazugehörige ehemalige Werkstatt. Der Mann soll schon zum Zeitpunkt des Verschwindens von Peggy im Jahr 2001 im Visier der Behörden gestanden haben. Er sei im Laufe der Ermittlungen auch schon mehrfach zu dem Fall vernommen worden.

Ein Mann wurde verurteilt – dann aber freigesprochen

Der Fall Peggy gilt als einer der spektakulärsten ungeklärten Kriminalfälle Deutschlands. Das Mädchen war 2001 in Lichtenberg (Oberfranken) verschwundenen. Pilzsammler fanden die Überreste ihrer Leiche im Juli 2016 in einem Wald bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis).

Ein Mann, Ulvi K., wurde später festgenommen und 2004 für die Tat zu einer lebenslangen Haft verurteilt, dann aber wieder freigesprochen. Er hatte die Tat gestanden, seine Aussage später aber zurückgezogen. Eine Leiche oder andere Beweise hatte es zu dem Zeitpunkt nicht gegeben. Der geistig behinderte Mann lebt inzwischen in einem Heim, das Verfahren wurde 2013 wieder aufgenommen.

Ulvi K. hatte den nun Vernommenen, mit dem er befreundet war, während des Prozesses mehrfach schwer belastet und beschuldigt, das Kind getötet oder die Leiche weggebracht zu haben. Die Aussagen von Ulvi K. variierten. (sdo/dpa)

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