Polizeieinsatz

Offenburg: Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke beantragt

In einer Offenburger Arztpraxis hat es eine tödliche Messerattacke gegeben. Unter Tatverdacht steht ein Asylbewerber aus Somalia.

Beamten untersuchen den Tatort einer tödlichen Messerattacke in Offenburg.

Beamten untersuchen den Tatort einer tödlichen Messerattacke in Offenburg.

Foto: Benedikt Spether / dpa

Offenburg.  In einer Offenburger Arztpraxis hat ein Mann am Donnerstagmorgen einen Arzt und eine Angestellte mit einem Messer attackiert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, erlag der Mediziner kurz nach dem Angriff gegen 8.45 Uhr seinen Verletzungen. Die Angestellte wurde demnach schwer verletzt.

Nach der Fahndung mit einem Großaufgebot nahm die Polizei etwa eine Stunde später einen Verdächtigen in der Offenburger Innenstadt fest. An der Suche waren neben 20 Polizeistreifen auch Hubschrauber und eine Hundestaffel beteiligt. Weitere Informationen liegen bislang nicht vor.

Oberbürgermeisterin ruft zu Besonnenheit auf

Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen Mordverdachts beantragt, wie die Justizbehörde mitteilte. Kurz nach der Tat am Donnerstag nahm die Polizei den 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia als Tatverdächtigen fest. Er sollte an diesem Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU) rief zur Besonnenheit auf. Sie habe mit großer Bestürzung von dem Tötungsdelikt erfahren. „Mein tiefstes Mitgefühl gilt insbesondere der Witwe und der Tochter des Verstorbenen, seiner Familie sowie der verletzten Arzthelferin. Ihr wünsche ich baldige Genesung“, teilte Schreiner am Freitag mit.

Die AfD plant wegen der Tat für Samstag eine Demonstration vor dem Rathaus der Stadt - und fordert den Rücktritt der Oberbürgermeisterin. Die Linke Jugend hat eine Gegendemonstration angemeldet. (küp/dpa)

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