Tesla-Chef Elon Musk hat einen Taucher, der an der aus einer Höhle in Thailand beteiligt war, als Pädophilen bezeichnet. Wie das US-Magazin „Time“ berichtet, setzte der milliardenschwere Unternehmer den Tweet am Sonntag als Reaktion auf die Kritik des britischen Tauchers Vern Unsworth ab.

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Unsworth hatte das Angebot des Tesla-Chefs, die in der Höhle eingeschlossenen Jugendlichen und ihren Trainer per Mini-U-Boot zu retten, als „PR-Gag“ bezeichnet. „Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut“, hatte Unsworth dem US-Sender CNN am Samstagabend gesagt. „Es bestand absolut keine Chance, dass es funktioniert“, so Unsworth. „Er hatte keine Vorstellung davon, wie es in der Höhle aussieht.“

Die steife Außenhülle des bereitgestellten U-Boots sei mit rund 1,70 Metern zu lang gewesen, um Kurven und Hindernisse zu umfahren. „Es wäre nicht einmal 50 Meter weit in die Höhle reingekommen“, spottete Unsworth, der zu dem internationalen Rettungsteam gehörte, das die eingeschlossene Gruppe nach mehr als zwei Wochen unter der Erde befreien konnte.

Fußballer aus Höhle in Thailand gerettet

CHIANG RAI, THAILAND - JULY 10: Onlookers watch and cheer as ambulances transport the 10th rescued schoolboy from a helipad nearby to Chiangrai Prachanukroh Hospital on July 10, 2018 in Chiang Rai, Thailand. Divers began an effort to free the 12 boys and their soccer coach on Sunday morning after they were found alive in the cave at northern Thailand. Thai Navy SEALs have confirmed that the boys, aged 11 to 16, and their 25-year-old coach have now all been extracted safely. (Photo by Linh Pham/Getty Images)
CHIANG RAI, THAILAND - JULY 10: Onlookers watch and cheer as ambulances transport the 10th rescued schoolboy from a helipad nearby to Chiangrai Prachanukroh Hospital on July 10, 2018 in Chiang Rai, Thailand. Divers began an effort to free the 12 boys and their soccer coach on Sunday morning after they were found alive in the cave at northern Thailand. Thai Navy SEALs have confirmed that the boys, aged 11 to 16, and their 25-year-old coach have now all been extracted safely. (Photo by Linh Pham/Getty Images)© Getty Images | Linh Pham
HANDOUT - 02.07.2018, Thailand, Chiang Rai, Mae Sai: Dieses vom Tham Luang Rescue Operation Center zur Verfügung gestellte Bild zeigt eine Suchmannschaft, die eine Höhle betritt, in der eine Gruppe Jugendfußballer und ihre Trainer gefangen waren. Insgesamt zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Trainer waren nach dem Training in die Höhle eingestiegen. Die mehr als eine Woche lang vermissten Jugendfußballer und ihr Trainer sind am 02.07.2018 lebend gefunden worden. Foto: Handout/Tham Luang Rescue Operation Center/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
HANDOUT - 02.07.2018, Thailand, Chiang Rai, Mae Sai: Dieses vom Tham Luang Rescue Operation Center zur Verfügung gestellte Bild zeigt eine Suchmannschaft, die eine Höhle betritt, in der eine Gruppe Jugendfußballer und ihre Trainer gefangen waren. Insgesamt zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Trainer waren nach dem Training in die Höhle eingestiegen. Die mehr als eine Woche lang vermissten Jugendfußballer und ihr Trainer sind am 02.07.2018 lebend gefunden worden. Foto: Handout/Tham Luang Rescue Operation Center/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++© dpa | Handout
Rescue workers take out machines after 12 soccer players and their coach were rescued in Tham Luang cave complex in the northern province of Chiang Rai, Thailand, July 10, 2018. REUTERS/Soe Zeya Tun
Rescue workers take out machines after 12 soccer players and their coach were rescued in Tham Luang cave complex in the northern province of Chiang Rai, Thailand, July 10, 2018. REUTERS/Soe Zeya Tun© REUTERS | REUTERS / SOE ZEYA TUN
Die Sorge um die Vermissten war bei Angehörigen und Freunden groß. Schüler der Mae-Sai-Prasitsart-Schule in Nordthailand beteten vor Schulbeginn für sechs ihrer Schulkameraden, die zu der eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft gehörten.
Die Sorge um die Vermissten war bei Angehörigen und Freunden groß. Schüler der Mae-Sai-Prasitsart-Schule in Nordthailand beteten vor Schulbeginn für sechs ihrer Schulkameraden, die zu der eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft gehörten. © REUTERS | REUTERS / SOE ZEYA TUN
dpatopbilder - 02.07.2018, Thailand, Chiang Rai: Eine der  Thai Navy Seals zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt die vermissten Jugendfußballer und ihren Trainer, nachdem sie in einer Höhle entdeckt wurden. Die mehr als eine Woche lang in einer Höhle in Thailand vermissten zwölf Jugendfußballer sind lebend gefunden worden. (zu dpa Thailand: In Höhle vermisste Jugendfußballer lebend gefunden vom 02.07.2018) Foto: Thai Navy Seals/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - 02.07.2018, Thailand, Chiang Rai: Eine der Thai Navy Seals zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt die vermissten Jugendfußballer und ihren Trainer, nachdem sie in einer Höhle entdeckt wurden. Die mehr als eine Woche lang in einer Höhle in Thailand vermissten zwölf Jugendfußballer sind lebend gefunden worden. (zu dpa Thailand: In Höhle vermisste Jugendfußballer lebend gefunden vom 02.07.2018) Foto: Thai Navy Seals/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++© dpa | Thai Navy Seals
Wechselbad der Gefühle: Familienangehörige erfahren am 2. Juli die frohe Botschaft, dass die Vermissten gefunden wurden.
Wechselbad der Gefühle: Familienangehörige erfahren am 2. Juli die frohe Botschaft, dass die Vermissten gefunden wurden. © dpa | Sakchai Lalit
Ein junger Familienangehöriger freut sich sehr über die guten Nachrichten.
Ein junger Familienangehöriger freut sich sehr über die guten Nachrichten.© dpa | Sakchai Lalit
Doch ob die Rettung gelingen kann, bleibt lange ungewiss. Familienangehörige harren in der Nähe der Tham-Luang-Höhle aus.
Doch ob die Rettung gelingen kann, bleibt lange ungewiss. Familienangehörige harren in der Nähe der Tham-Luang-Höhle aus.© REUTERS | SOE ZEYA TUN
Zunächst werden die Jugendlichen und ihr Trainer mit Lebensmitteln versorgt. Sie müssen zu Kräften kommen und auf den Befreiungstauchgang vorbereitet werden. Sie haben massiv an Gewicht verloren. Viele der Jungen sind Nichtschwimmer.
Zunächst werden die Jugendlichen und ihr Trainer mit Lebensmitteln versorgt. Sie müssen zu Kräften kommen und auf den Befreiungstauchgang vorbereitet werden. Sie haben massiv an Gewicht verloren. Viele der Jungen sind Nichtschwimmer.© REUTERS | HANDOUT
Die zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren und ihr Trainer wickeln sich in Alufolie ein, um sich warm zu halten.
Die zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren und ihr Trainer wickeln sich in Alufolie ein, um sich warm zu halten.© REUTERS | REUTERS TV
Tagelang wird nach dem besten Weg gesucht, die Eingeschlossenen zu retten.
Tagelang wird nach dem besten Weg gesucht, die Eingeschlossenen zu retten. © dpa | -
Helfer bereiten kleine Tauchmasken vor, die die Jungen bei ihrer Rettung tragen sollen. Es besteht die Gefahr, dass die Jungen bei ihrem Tauchgang aus der Höhle eine Panikattacke erleiden.
Helfer bereiten kleine Tauchmasken vor, die die Jungen bei ihrer Rettung tragen sollen. Es besteht die Gefahr, dass die Jungen bei ihrem Tauchgang aus der Höhle eine Panikattacke erleiden.© Getty Images | Linh Pham
Weitere Regenfälle erschweren die Bergungsarbeiten. In der Region am 20. nördlichen Breitengrad ist zwischen Juni und Oktober Regenzeit.
Weitere Regenfälle erschweren die Bergungsarbeiten. In der Region am 20. nördlichen Breitengrad ist zwischen Juni und Oktober Regenzeit.© REUTERS | ATHIT PERAWONGMETHA
Welchen enormen Gefahren Retter und Eingeschlossene ausgesetzt sind, beweist ein dramatischer Zwischenfall am 5. Juli: Bei den Rettungsbemühungen kommt ein Taucher ums Leben. Der 37-Jährige starb aufgrund von Sauerstoffmangel. Das ehemalige Mitglied der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals wollte Behälter mit Atemluft in der Höhle platzieren und verlor auf dem Rückweg das Bewusstsein. Dennoch müssen die Vorbereitungen für die Rettung der Jungen weitergehen.
Welchen enormen Gefahren Retter und Eingeschlossene ausgesetzt sind, beweist ein dramatischer Zwischenfall am 5. Juli: Bei den Rettungsbemühungen kommt ein Taucher ums Leben. Der 37-Jährige starb aufgrund von Sauerstoffmangel. Das ehemalige Mitglied der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals wollte Behälter mit Atemluft in der Höhle platzieren und verlor auf dem Rückweg das Bewusstsein. Dennoch müssen die Vorbereitungen für die Rettung der Jungen weitergehen.© REUTERS | ATHIT PERAWONGMETHA
Narongsak Osatanakorn, Gouverneur von Chiang Rai, erklärt bei einer Pressekonferenz, dass die Jungen und ihr Trainer körperlich und seelisch für die Rettung bereit seien. Das Zeitfenster für den Rettungsversuch ist klein, weil wieder starke Regenfälle erwartet werden.
Narongsak Osatanakorn, Gouverneur von Chiang Rai, erklärt bei einer Pressekonferenz, dass die Jungen und ihr Trainer körperlich und seelisch für die Rettung bereit seien. Das Zeitfenster für den Rettungsversuch ist klein, weil wieder starke Regenfälle erwartet werden.© dpa | Uncredited
18 Rettungstaucher sind an dem Einsatz beteiligt, fünf aus Thailand, 13 aus anderen Ländern. Jeder der Eingeschlossenen soll von zwei Tauchern auf dem Weg aus der Höhle begleitet werden.
18 Rettungstaucher sind an dem Einsatz beteiligt, fünf aus Thailand, 13 aus anderen Ländern. Jeder der Eingeschlossenen soll von zwei Tauchern auf dem Weg aus der Höhle begleitet werden.© REUTERS | TYRONE SIU
Es geht los: Medienvertreter und alle Rettungskräfte, die nicht unmittelbar für die Rettung im Einsatz sind, müssen das Areal verlassen.
Es geht los: Medienvertreter und alle Rettungskräfte, die nicht unmittelbar für die Rettung im Einsatz sind, müssen das Areal verlassen. © dpa | Sakchai Lalit
Nach Stunden dann die Nachricht: Die ersten Jungen sind gerettet.
Nach Stunden dann die Nachricht: Die ersten Jungen sind gerettet.© REUTERS | SOE ZEYA TUN
Sie werden mit Rettungswagen und Helikoptern ins Krankenhaus gebracht.
Sie werden mit Rettungswagen und Helikoptern ins Krankenhaus gebracht. © REUTERS | SOE ZEYA TUN
Die letzten Gefangenen können die Höhle zwei Tage später verlassen. Das glückliche Ende des Höhlendramas grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins „Wildschweine“ aus ihrem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe sicher nach draußen zu bringen.
Die letzten Gefangenen können die Höhle zwei Tage später verlassen. Das glückliche Ende des Höhlendramas grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins „Wildschweine“ aus ihrem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe sicher nach draußen zu bringen.© Getty Images | Lauren DeCicca
17 Tage lang waren zwölf Jugendfußballer und ihr Trainer in einer Höhle in Thailand eingeschlossen. Sie waren am 23. Juni von schweren Regenfällen überrascht worden. Weil die Höhle durch die Wassermassen überflutet wurde, war der Rückweg aus der Höhle abgeschnitten. Die Fußballer mussten sich immer tiefer in die Höhle zurückziehen. Die Rettung verlief dramatisch. Schließlich konnten die Rettungskräfte am 10. Juli alle Eingeschlossenen befreien. Wir zeigen die Bilder der Rettung.
17 Tage lang waren zwölf Jugendfußballer und ihr Trainer in einer Höhle in Thailand eingeschlossen. Sie waren am 23. Juni von schweren Regenfällen überrascht worden. Weil die Höhle durch die Wassermassen überflutet wurde, war der Rückweg aus der Höhle abgeschnitten. Die Fußballer mussten sich immer tiefer in die Höhle zurückziehen. Die Rettung verlief dramatisch. Schließlich konnten die Rettungskräfte am 10. Juli alle Eingeschlossenen befreien. Wir zeigen die Bilder der Rettung.© REUTERS | SOE ZEYA TUN

Taucher schickten Musk aus der Höhle

Während die Bergungsmission noch lief, hatte sich Musk Zutritt zu dem Höhlenkomplex verschafft und via Twitter verkündet, das Mini-U-Boot sei auf den Namen „Wild Boar“ („Wildschwein“) getauft worden – so heißt das Fußballteam der Jungs. Seine Twitter-Nachricht über das Tauchgerät schloss Musk mit den Worten: „Es wird hier gelassen, falls es in Zukunft von Nutzen sein sollte. Thailand ist so schön.“

Das Angebot hatten die Taucher nicht in Anspruch genommen – im Gegenteil. „Ihm wurde gesagt, er solle sehr schnell gehen“, berichtete Unsworth. „Und das hätte er auch tun sollen.“

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Musk reagierte am Sonntag mit harschen Worten auf die Kritik. Er habe „diesen britischen Auswanderertypen, der in Thailand lebt“ nie in der Höhle gesehen. Die einzigen Menschen dort seien die thailändischen Armeeangehörigen gewesen. In einem weiteren Tweet ergänzte er in Richtung Unsworths: „Sorry Pädo-Typ, du hast es so gewollt.“

Nachdem viele Twitter-Nutzer empört auf Musks Worte reagierten, hat der Tesla-Chef die Tweets mittlerweile von seinem Account entfernt. (br/dpa)