Unglück

Portugal: Touristen wohl beim Selfie-Knipsen in Tod gestürzt

Zwei Touristen sind in Portugal von einer 30 Meter hohen Mauer gestürzt. Sie wollten offenbar ein Selfie machen. Nun sind sie tot.

Die Leichen werden mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund ist die 30 Meter hohe Mauer zu sehen.

Die Leichen werden mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund ist die 30 Meter hohe Mauer zu sehen.

Foto: Ãlvaro Isidoro / imago/GlobalImagens

Lissabon.  Zwei Touristen aus Australien sind allem Anschein nach beim Fotografieren in Portugal in den Tod gestürzt. Das Unglück geschah in der Nacht zum Dienstag am Pescadores-Strand in Ericeira rund 40 Kilometer nordwestlich von Lissabon.

Die 30 Jahre alte Frau und der 40 Jahre alte Mann seien von einer gut 30 Meter hohen Mauer in die Tiefe auf den Strand gestürzt und wohl auf der Stelle tot gewesen, teilten die Rettungskräfte mit.

Helfer: Auf der Mauer lag ein Handy

„Da wir auf der Mauer ein Handy gefunden haben, deutet alles darauf hin, dass die Opfer ein Selfie machen wollten. Das Gerät ist ihnen wohl aus der Hand gefallen, als sie sich gestreckt haben. Um es zu erreichen, sind sie in die Tiefe gestürzt“, wurde der Chef der Hafenmeisterei, Rui Pereira da Terra, von der Zeitung „Público“ und anderen Medien zitiert.

Die Leichen wurden den Angaben zufolge von einem Angestellten der Müllabfuhr gefunden, der am frühen Dienstagmorgen den Strand säuberte. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um die genauen Umstände zu untersuchen. Die Möglichkeit eines Verbrechens sei inzwischen aber ausgeschlossen worden, hieß es. (dpa)

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