Viral-Post

„Zurück in die Zukunft“, Teil 4? Fans freuen sich zu früh

Filmfans wünschen sich eine Fortsetzung von „Zurück in die Zukunft“. Doch eine virale Ankündigung im Netz scheint ein Fake zu sein.

Der kanadische Schauspieler Michael J. Fox bei der Oscar-Verleihung 2017.

Der kanadische Schauspieler Michael J. Fox bei der Oscar-Verleihung 2017.

Foto: Lucas Jackson / REUTERS

Berlin.  Es wäre zu schön. Zumindest für alle, die Michael J. Fox als Zeitreisender Marty McFly in der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ lieben. In einem Facebook-Post von einem Account, der „Michael J Fox“ heißt, kündigt der Autor einen vierten Teil der legendären Reihe an. „Wir haben viele Jahre drüber nachgedacht und haben im vergangenen Sommer mit den Dreharbeiten begonnen“, heißt es da. „Ich werde das Datum für den Kinostart in ein paar Tagen verraten.“

Der Account ist nicht verifiziert. Und so sehr sich viele der Zehntausenden Kommentatoren auf eine Fortsetzung freuen – die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas dran ist, ist verschwindend gering. Das fängt bei den grammatischen und Rechtschreib-Fehlern in dem Post an und hört bei der Tatsache, dass das dazu gepostete Foto aus dem Jahr 2015 stammt. Es zeigt Christopher Lloyd (in den Filmen der Erfinder Doc Brown), Lea Thompson (Martys Mutter Lorraine) und Fox zusammen bei einer 30-Jahre-„Zurück in die Zukunft“-Feier wiedergetroffen.

Schlechte Chancen für „Zurück in die Zukunft“-Fans

Auf den Instagram- und Twitter-Accounts des kanadischen Schauspielers, die im Gegensatz zur Facebook-Seite verifiziert ist, ist zuletzt vor ein paar Tagen etwas gepostet worden – von einer Ankündigung einer „Back to the Future“-Fortsetzung keine Spur. Dafür viele Posts über Fox’ Arbeit und sein Engagement.

Da sind etwa die Trailer zur TV-Serie „Designated Survivor“ (in Deutschland bei Netflix zu sehen), in der der 57-Jährige einen Anwalt des US-Präsidenten spielt. Andere Posts machen auf die Parkinson-Krankheit aufmerksam: Fox hatte vor vielen Jahren öffentlich gemacht, dass bei ihm Parkinson diagnostiziert wurde, er setzt sich für die Forschung ein.

Fast 24 Stunden nach dem Facebook-Post hat noch kein Branchendienst die vermeintliche Nachricht aufgegriffen – auch kein gutes Zeichen für Filmfans. Dazu kommt: Regisseur Robert Zemeckis, der die drei „Zurück in die Zukunft“-Filme inszenierte, hat in einem Interview 2015 zumindest ein Remake kategorisch ausgeschlossen. Und auch Bob Gale, der mit Zemeckis die Drehbücher schrieb, hat schon vor Jahren angedeutet, dass eine Fortsetzung extrem unwahrscheinlich sei.