Landesgrenzen

Kuh Penka muss sterben und die EU soll Schuld daran sein

Kuh Penka riss aus ihrem Heimatdorf in Bulgarien aus. Nicht weit entfernt überquerte sie die Grenze zu Serbien. Nun soll sie sterben.

Kuh auf der Weide: Eine Kuh ohne gültige Papiere darf nicht über die EU-Außengrenze laufen. (Symbolfoto)

Kuh auf der Weide: Eine Kuh ohne gültige Papiere darf nicht über die EU-Außengrenze laufen. (Symbolfoto)

Foto: Peter Widmann / imago/Peter Widmann

Kopilovtsi.  Ein Bauer aus Bulgarien hat nicht aufgepasst, da ist seine Kuh aus dem kleinen Dorf Kopilovtsi ausgebüxt. Die trächtige Kuh namens Penka spazierte allerdings einige Kilometer zu weit. Dabei überschritt sie die Grenze nach Serbien. Dafür muss sie nun sterben, berichtete die Zeitung „Daily Mail“ am Donnerstag.

Penka war rund zwei Wochen lang verschwunden, sagte ihr Besitzer laut mehreren lokalen Medien. Später fand ein Landwirt das Tier in Serbien. Die Kuh wurde nach Bulgarien zurückgebracht – und dort verhängten die Behörden sofort das Todesurteil.

Die Behörden begründeten das laut „Daily Mail“ und dem bulgarischen Fernsehsender „BNT“ wie folgt: Serbien gehört nicht mehr zur EU. Da Penka die EU-Außengrenze überschritten habe, sei eine Rückkehr in die Europäische Union nicht mehr gestattet. Und das, obwohl für Penka laut ihrem Besitzer ein tadelloses tierärztliches Gutachten vorlag. (sth)