Kirche

Papst Franziskus stellt Social-Media-Regeln für Nonnen auf

Papst Franziskus ist ein eifriger Twitterer. Einfache Ordensschwestern sollen sich mit den sozialen Medien aber zurückhalten, mahnt er.

Papst Franziskus mit einer Gruppe von franziskanischen Nonnen auf dem Petersplatz: Ordensschwestern sollen Twitter und Co. mit „Ernsthaftigkeit und Diskretion“ nutzen.

Papst Franziskus mit einer Gruppe von franziskanischen Nonnen auf dem Petersplatz: Ordensschwestern sollen Twitter und Co. mit „Ernsthaftigkeit und Diskretion“ nutzen.

Foto: Andrew Medichini / dpa

Rom.  Der hat Ordensfrauen davor gewarnt, ihre Zeit mit sozialen Medien zu vergeuden. Nonnen sollten soziale Medien wie Facebook und Twitter mit „Ernsthaftigkeit und Diskretion“ nutzen, heißt es in neuen Richtlinien für kontemplative Frauenorden, die der Vatikan nun veröffentlicht hat. Und das gelte nicht nur in Bezug auf die Inhalte, sondern auch auf die Menge der Informationen, heißt es.

Moderne Kommunikationsmittel können demnach in Klöstern für Information, Bildung oder Arbeit genutzt werden. Sie sollten aber dem Ordensleben dienen, und kein „Anlass zur Zeitverschwendung“ sein. Das berichtet „Vatican News“, die Nachrichtenseite des Heiligen Stuhls.

38.000 Nonnen weltweit

Die Anweisungen stammen aus einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Dokument des Vatikans mit dem Titel „Cor Orans“ (zu deutsch: „Betendes Herz“). Das Dokument legt dar, wie Mitglieder von kontemplativen Frauenorden die 2016 von Papst Franziskus für sie erlassene Apostolische Konstitution umsetzen sollen. Änderungen soll es in zwölf Gebieten, vom Gebet bis hin zum Arbeitsleben der Nonnen, geben.

Weltweit leben etwa 38.000 Nonnen in kontemplativen Orden, sagte Erzbischof José Rodriguez Carballo „Vatican News“ zufolge bei der Vorstellung der Leitlinien. Das bedeutet, die Nonnen leben zurückgezogen in Klöstern und widmen sich dem Gebet.

Dem Papst folgen Millionen auf Twitter

Papst Franziskus (81) ist selbst ein eifriger Twitter-User, auf Englisch folgen ihm knapp 18 Millionen Menschen, seinem deutschen Konto mehr als 640.000. (dpa)

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