Schauspieler Ulrich Tukur hatte im Magazin „Der Spiegel“ sein Mitleid mit Dieter Wedel geäußert. Der Regisseur, der derzeit wegen Vergewaltigungsvorwürfen in den Medien steht, sei kein „Monster“, so Tukur.
Schauspieler Til Schweiger kritisiert nun Ulrich Tukur für dessen Worte. „Dass er Wedel einen lieben Brief geschrieben hat, ist sein gutes Recht. Schön wäre aber auch ein Brief an die sieben Frauen gewesen, die den Mut hatten, an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagt Schweiger der „Bild“.
Tukurs Aufforderung an die Frauen, die sich jetzt offenbart haben, sie hätten deutlicher Nein sagen müssen, erinnere ihn an die Silvestervorfälle in Köln und den berühmten Satz „eine Armlänge Abstand“, so Schweiger.
Til Schweiger fordert mehr Aufklärung
Er erklärt weiter: „Zu viele Menschen äußern ihr Unverständnis darüber, dass die Taten jetzt erst angezeigt werden. Das muss aufhören.“ Wichtig sei jetzt Aufklärung – „darüber, was die Opfer durchmachen und warum sie so lange geschwiegen haben.“ In solchen Fällen würde den Opfern nämlich oft nicht geglaubt, ist der Darsteller überzeugt.
Am Ende fordert Til Schweiger: „Man muss endlich anfangen, sich mehr über das Leid der Opfer von sexueller Gewalt Gedanken zu machen, als über den Täter.“ Der hätte im Gegensatz zum Opfer einen freien Willen gehabt.
Bereits vor wenigen Tagen hatte sich der 54-Jährige deutlich zum Fall Wedel geäußert. In der Talkshow von Markus Lanz hatte Schweiger für Verständnis geworben, wenn sich Frauen erst Jahre nach solchen Taten öffnen. Wedel sei ein „Machtmensch“ und „Menschenquäler“, hatte der Schauspieler erklärt. (jha)
Til Schweigers bekannteste Rollen
































