Zehn Jahre ist es her, dass die Band „Wir sind Helden“ die Eifel beben ließ. 50.000 Menschen sprangen damals beim Festival „Rock am Ring“ synchron in die Luft, um so im Dienste der Wissenschaft ein Erdbeben zu erzeugen. Der Rockband Kraftklub gelang an diesem Wochenende ein ähnliches Kunststück.

Wie ein Sprecher der Leipziger Feuerwehr der „Leipziger Volkszeitung“ sagte, hätten sich am Freitagabend 30 bis 50 besorgte Bürger in der Leitstelle gemeldet, weil bei ihnen die Wände wackelten. Doch Grund zum Ausrücken sahen die Rettungskräfte nicht.

„Wir können da nichts machen, haben den Leuten aber sachlich erklärt, dass heute wieder Kraftklub in der Arena spielen“, so Feuerwehr-Sprecher Volker Clauß. „Die meisten haben das auch so akzeptiert.“

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Darum wackelt die Erde in Leipzig leichter

Schon zwei Jahre zuvor hatte es ähnliche Probleme während eines Kraftklub-Konzerts in der Arena in Leipzig gegeben. Dem Bericht zufolge hatte man sogar überlegt, künftig ein Hüpfverbot einzuführen. Der diesjährige Auftritt sei mit 12.000 Fans der größte der Bandgeschichte gewesen.

Warum ausgerechnet Leipzig so anfällig für Schwingungen ist, kann Clauß erklären. Das liege daran, dass der Boden unter dem Arena-Viertel auf losem Untergrund stehe. Die Bodenplatte übertrage die Schwingungen ins Grundwasser, worüber sie dann bis in die angrenzenden Häuser geleitet würden. (cho)