Prozess

Angeklagte gesteht: Ex-Mann nackt in Wald ausgesetzt

Im Jahr 2015 wurde ein Mann bei Berlin in einen Transporter gestoßen und nackt im Wald ausgesetzt. Nun hat eine Angeklagte gestanden.

Ein Mann wurde bei Zepernick gefangen und nackt im Wald ausgesetzt. Der Fall landete nun vor Gericht (Symbolbild).

Ein Mann wurde bei Zepernick gefangen und nackt im Wald ausgesetzt. Der Fall landete nun vor Gericht (Symbolbild).

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Frankfurt (Oder).  Eine Frau soll mit einer Komplizin ihren Ex-Mann nackt in einem Wald bei Berlin ausgesetzt haben. Vor Gericht hat die Ex-Frau des mutmaßlichen Opfers die Tat gestanden.

Sie beschrieb den Vorgang als spontane und nicht geplante Aktion. Mitangeklagt ist eine Ex-Freundin des Mannes, sie wurde vom Gericht zunächst noch nicht befragt. Das Opfer erschien zum ersten Verhandlungstag nicht.

In Transporter gestoßen und in den Wald gefahren

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Frauen im März 2015 mit unbekannten Mittätern ihrem Ex in Zepernick aufgelauert, ihn in einen Transporter gestoßen und in einen Wald gefahren haben. Dort sollte er splitternackt bis 100 zählen, dann ließen ihn die beiden Frauen im Wald zurück. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vor.

Laut Anklage fühlten sich die Frauen von dem Mann im Vorfeld belästigt und wollten ihm deshalb eine Abreibung verpassen. Seine frühere Ehefrau sagte in dem Prozess, dass die Beziehung von Gewalt geprägt gewesen sei. Nach der Trennung habe ihr Ex sie mit Telefonanrufen belästigt und ihr nachgestellt, erzählte die 39-Jährige. (dpa)