- Dieses Jahr beginnt der Ramadan am 18. Februar
- Gläubige Muslime verzichten auf Essen und Trinken – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
- Alle Infos rund um den Fastenmonat im Überblick
Am 18. Februar 2026 beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. 30 Tage lang verzichten gläubige Muslime dann von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Das Fasten soll, so der Glaube, Herz und Seele reinigen. Gleichzeitig ist diese Zeit stark vom Gemeinschaftsgefühl geprägt, wenn sich Familie und Freunde nach Sonnenuntergang zum Iftar, dem Fastenbrechen, und zum nächtlichen Gebet versammeln. Den Abschluss und Höhepunkt bildet das Zuckerfest am Ende des Ramadans.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Doch was steckt hinter dem Ramadan? Welche religiöse Bedeutung hat dieser zentrale Brauch im Islam? Wer ist nach den religiösen Regeln zum Fasten verpflichtet und welche Ausnahmen gelten?
Wie lange dauert der Ramadan?
Der islamische Fastenmonat Ramadan dauert 30 Tage. Er beginnt laut Koran, wenn nach dem Neumond die Mondsichel sichtbar wird. Da Datum dieses Ereignisses von Jahr zu Jahr variiert, ändert sich auch der Zeitraum, auf den sich der Fastenmonat erstreckt. Im Jahr 2026 beginnt er am 18. Februar und endet mit dem Zuckerfest am 20. März.
- 2027: 7. Februar bis 8. März
- 2028: 27. Januar bis 25. Februar
- 2029: 15. Januar bis 13. Februar
Warum gibt es den Ramadan 2030 zweimal?
Im Jahr 2030 gibt es zwei Fastenzeiten, weil der islamische Mondkalender etwa zehn bis elf Tage kürzer ist als der gregorianische Sonnenkalender. Dadurch verschiebt sich der Fastenmonat jedes Jahr nach vorn und findet 2023 teilweise zu Beginn und teilweise zum Ende des gregorianischen Jahres statt. Konkret bedeutet das einen Beginn am 5. Januar und eine zweite Phase gegen Ende Dezember.
Auch interessant
Was bedeutet "Ramadan Kareem"?
Mit dem Gruß "Ramadan Mubarak" oder "Ramadan Kareem"/"Ramadan Karim" wünschen sich Muslime einen gesegneten Ramadan.
- Neukölln: Zwischen Fasten und Festmahl: So lebt Berlin den Ramadan
- Islam: Was der Fastenmonat Ramadan für Muslime bedeutet
- Messenger: Ramadan: Die schönsten WhatsApp-Sprüche für den Fastenmonat
Was bedeutet das Fasten im Islam?
Das Fasten im Ramadan ist die dritte von fünf Säulen des islamischen Glaubens, also eine der wichtigsten Grundlagen der Religion. Im neunten Monat des Mondkalenders sollen Muslime von der Dämmerung am Morgen bis zur Dunkelheit am Abend auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichten. Dadurch soll eine Rückbesinnung auf das Wesentliche erfolgen, Bescheidenheit und Dankbarkeit gefördert werden. Die weiteren Säulen sind:
- Das Glaubensbekenntnis
- Die Pilgerfahrt nach Mekka
- Das Gebet
- Die Wohltätigkeit
Warum muss man im Ramadan fasten?
In einem Flyer der islamischen Organisation Ditib, dem mitgliederstärksten islamischen Verein in Deutschland, heißt es: "Das eigentliche Ziel des Fastens ist, Gottes Anerkennung zu erlangen." Das Fasten solle die Enthaltsamkeit des Menschen zeigen. "Für alles gibt es eine Spende; und die Spende des Körpers ist das Fasten", heißt es im Flyer weiter.
Ditib beschreibt auch Nutzen und Sinn des Ramadan. So heißt es, das Fasten werte "unsere ethischen Werte auf, bewahrt uns vor Schlechtem, belehrt den Menschen, gütig zu sein (...), macht den Menschen körperlich und spirituell gesund, bringt dem Menschen Geduld bei und belehrt den Menschen, den wahren Wert des Segens zu verstehen".

Welche Regeln gibt es zum Ramadan?
Während der Fastenzeit verzichten gläubige Muslime zwischen Dämmerung am Morgen und Dunkelheit am Abend darauf, Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. In dieser Zeit stehen sie schon vor Sonnenaufgang auf, um zu essen und zu trinken. Während des Tages nehmen sie nichts zu sich. Erst nach Sonnenuntergang, wenn es dunkel ist, beginnt das Fastenbrechen, das mit einem Ramadan-Gebet abgeschlossen wird.
Zum Fasten gehöre jedoch mehr als der Verzicht auf Speisen und Getränke. So sollen die Gläubigen allen menschlichen Gelüsten entsagen: Geschlechtsverkehr, Alkoholkonsum oder auch das Rauchen sind tabu. Auf der Seite von Ditib heißt es: "Das Fasten belehrt den eiligen Menschen auch, die Ruhe zu bewahren. Es belehrt ihn, seine unendlichen Wünsche und Triebe unter Kontrolle zu halten." Viele Personen verzichten in der Zeit des Ramadan auch auf auffällige Kleidung, Parfum oder Make-Up.
Was hat Ramadan mit Spenden zu tun?
Ein wichtiger Aspekt ist in der Fastenzeit das Spenden: Im Ramadan gehört es dazu, dass Muslime Bedürftigen helfen. Viele Organisationen fordern gezielt zu Spenden im Fastenmonat auf.
Ist Ramadan für Kinder geeignet?
Eigentlich sind alle gesunden Gläubigen, die volljährig sind, zum Fasten „verpflichtet“. Als volljährig gilt in diesem Fall, wer die Pubertät erreicht hat. Kinder brauchen nicht zu fasten. Viele gläubige Familien führen den jugendlichen Nachwuchs schrittweise an das Fasten heran.
Ramadan: Wer muss nicht fasten?
Neben Kindern gibt es noch weitere Ausnahmen. Schwangere, stillende Mütter, Frauen in der Menstruation, Kranke oder Altersschwache brauchen nicht zu fasten. Auch wer auf Reisen ist, ist vom Ramadan ausgeschlossen. Zum Teil halten sich auch Sportler oder Menschen, die harte körperliche Arbeit verrichten, nicht an die Fastenzeit. Allerdings: Wer kann, muss die Fastentage laut religiöser Vorschriften später nachholen.
Wie nennt man das Fest nach dem Ramadan?
Das Zuckerfest gehört neben dem Opferfest zu den wichtigsten Feiertagen im Islam. Neben dem Moscheebesuch mit Festgebet gehört auch der Besuch der Eltern oder Großeltern dazu. Das Fest wird gemeinsam mit Verwandten gefeiert. Vor allem Kinder erhalten Geschenke, Geld und Süßigkeiten.
dpa/fmg




