Jetzt kommt der Winter doch noch: Arktische Luft vom Nordmeer bringt bis Mittwochabend zunächst Niederschläge nach Deutschland, dann auch ordentlich Schnee und auf den Berggipfeln orkanartige Sturmböen.

Ab den Mittagsstunden wird es am Dienstag auch in Berlin und Brandenburg zunehmend stürmisch. Am Abend und in der Nacht zum Mittwoch sei mit Sturmböen bis zur Stärke 8 zu rechnen, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Am Mittwoch kann es dann sogar ein wenig schneien. Nachdem der Donnerstag und der Freitag wieder freundlicher werden, können in Berlin dann am Wochenende wieder Flocken fallen. Die großen Schneemassen bleiben also in der Region aus.

Die Meteorologen rechnen wegen Tief „Axel“ mit Behinderungen im Straßenverkehr, auch wenn die Schneefallgrenze am Dienstag zunächst bei etwa 600 Metern und am Mittwoch bei 400 Metern liegen soll. Der starke Wind in den Höhenlagen dürfte für Schneeverwehungen sorgen, die Auswirkungen auf die Straßenverhältnisse haben.

"Ein richtiger Wintereinbruch"

Von leise rieselndem Schnee könne da keine Rede sein, warnte Meteorologe Adrian Leyser. „Der Wind peitscht den Schnee regelrecht über die Landschaft“, prognostizierte er. In Nordwestlagen der Mittelgebirge könnte es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee geben, sonst zwischen 10 und 20 Zentimeter, hieß es. „Das ist dann schon ein richtiger Wintereinbruch“, sagte Leyser.

Während die Temperaturen am Mittwoch allerdings noch relativ mild bleiben, wird in der Nacht zu Donnerstag klirrender Frost erwartet. Über frisch gefallenem Schnee kann es bis zu minus zehn Grad kalt werden. Sogar Temperaturen von minus 15 Grad sind stellenweise möglich. Tagsüber bleibt es allerdings bei minus 1 bis minus 5 Grad gemäßigter, im Westen kann das Thermometer sogar auf maximal 2 Grad steigen. In Berlin liegen die Höchstwerte am Mittwoch um 6 Grad, danach sinken die Werte um den Gefrierpunkt.

Auch in Berlin und Brandenburg gilt: Autofahrer müssen aufpassen. Nachts und in den frühen Morgenstunden können die Straßen gefährlich glatt sein.

dpa/mim