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Das machen die Stars der Kultserie „Sex and the City“ heute

Über zehn Jahre ist es her, dass die letzte Folge von „Sex and the City“ gedreht wurde. Wie es „Carrie“ und Co. seitdem ergangen ist.

Die „Sex and the City“-Darstellerinnen Sarah Jessica Parker, Kirstin Davis, Kim Cattrall und Cynthia Nixon (v.l.) haben in dieser Woche etwas zu feiern: Cattrall wird am Sonntag 60 Jahre alt.

Die „Sex and the City“-Darstellerinnen Sarah Jessica Parker, Kirstin Davis, Kim Cattrall und Cynthia Nixon (v.l.) haben in dieser Woche etwas zu feiern: Cattrall wird am Sonntag 60 Jahre alt.

Foto: Daniel Deme / dpa

Berlin.  Sechs Jahre lang waren sie Carrie Bradshaw, Charlotte York, Samantha Jones und Miranda Hobbes. Sechs Jahre lang lachten und litten „Sex and the City“-Fans mit Sarah Jessica Parker, Kirstin Davis, Kim Cattrall und Cynthia Nixon, deren Serienfiguren sich auf der Suche nach dem (Liebes-)Glück von einem Abenteuer ins nächste stürzten. 2004 wurde die Serie eingestellt, das Schicksal der vier New Yorkerinnen in zwei Filmen (2008 und 2010) weitergesponnen. Doch wie ging es mit den Schauspielerinnen selbst weiter?

• Sarah Jessica Parker:

In der Serie spielte sie die Hauptfigur Carrie, eine modeverrückte Autorin, die ihren Lebensunterhalt (und reichlich Schuhe) mit einer wöchentlichen Sex-Kolumne finanziert. Ihre große Liebe ist „Mr. Big“, gespielt von Chris Noth, mit dem sie mal mehr, mal weniger verbandelt ist – unterbrochen von vor allem zwei ernsthafteren Beziehungen zu Möbeldesigner Aidan Shaw (John Corbett) und Künstler Aleksandr Petrovsky (Mikhail Baryshnikov). Privat ist Parker bereits seit 1997 mit Schauspieler und Regisseur Matthew Broderick verheiratet, mit dem sie drei Kinder hat: Sohn James Wilkie kam 2002 zur Welt, die Zwillinge Marion und Tabitha wurden 2009 von einer Leihmutter ausgetragen.

Durch die Rolle der Carrie erlangte Parker weltweite Berühmtheit und gilt bis heute als Stilikone. Sie heimste nach ihrem Engagement bei „Sex and the City“ (SATC) aber nicht nur Werbedeals in der Modebranche ein. Die inzwischen 51-Jährige spielte Hauptrollen in mehreren Hollywood-Filmen, etwa in „Die Familie Stone“ (2005), „Zum Ausziehen verführt“ (2006), „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ (2009) oder „Der ganz normale Wahnsinn“ (2011).

Außerdem war die Schauspielerin von 2012 bis 2013 als „Isabelle Wright“ in der Musical-Comedy-Serie „Glee“ zu sehen. Im Oktober dieses Jahres soll die Serie „Divorce“ beim SATC-Sender HBO Premiere feiern. Parker spielt darin die Hauptfigur Frances, die einen Neustart versucht. Seit 2009 beliefert sie verschiedene Fernsehsender mit ihrer eigenen Produktionsfirma „Pretty Matches“. Parker lebt mit ihrer Familie in New York und in Kilcar in Irland.

• Kim Cattrall:

Der erste SATC-Film endet mit der Feier zu Samanthas 50. Geburtstag, ihre Darstellerin ist nur unwesentlich älter – acht Jahre nach Erscheinen des Films feiert sie am Sonntag ihren Sechzigsten. Probleme scheint Cattrall mit der Zahl nicht zu haben, wie sie dem kanadischen Frauenmagazine „Chatelaine“ sagte: „Immer wenn man eine neue Dekade erreicht, ist da dieses Gefühl eines Neuanfangs und man fragt sich: Was wird wohl auf mich zukommen?“ Sei es ihr in jüngeren Jahren vor allem um Arbeit, Reisen und Erfahrungen sammeln gegangen, werde sie in Zukunft auch mehr Zeit nur für sich einplanen. „Ich bin froh, körperlich und geistig gesund zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt geht es weniger darum, was ich tun sollte, als darum, worauf ich selbst Lust habe, was mich morgens aufstehen lässt.“

Als Samantha spielte Cattrall eine Frau, die Romantik eher als lästiges Beiwerk in zwischenmenschlichen Beziehungen empfindet, und auch im wahren Leben hat sich die britisch-kanadische Schauspielerin nie ewig gebunden. Ihre erste Ehe von 1977 bis 1979 mit Schriftsteller Larry Davis wurde annulliert, die mit Architekt Andre J. Lyson (1982 bis 1989) und Jazzbassist Mark Levinson (1998 bis 2004) geschieden. Mit ihrem heutigen Single-Dasein kann Cattrall gut leben – auch, weil es inzwischen einfacher sei als früher: „Wenn du jünger bist, verlangt die Gesellschaft von dir, dass du dich mit jemanden zusammentust, Kinder hast, neue Dinge kaufst, ein Verbraucher bist. In meinem Alter hat man eine Art Blankoscheck. Man muss nicht von einem ,Für immer’ träumen.“

Cattrall spielt derzeit die Hauptrolle in der kanadischen Fernsehserie „Sensitive Skin“, die seit 2014 läuft. Sie mimt eine Frau Ende 50, die nach dem Tod ihres Mannes wieder ins Leben zurückzufinden versucht. Außerdem war Cattrall in den Filmen „Die Eisprinzessin“ (2005) und Roman Polanskis „Der Ghostwriter“ (2010) zu sehen sowie in diversen Theaterstücken am Londoner West End Theatre.

• Kristin Davis:

Die heute 51-Jährige machte es wie ihre Serienfigur Charlotte und adoptierte 2011 eine Tochter. Gemma Rose Davis zieht sie in Los Angeles alleine groß. Während das Lebensziel der konservativen Charlotte darin bestand, den perfekten Ehemann zu finden, war Davis bisher nicht verheiratet. Nach SATC wurde sie vor allem als Darstellerin in Komödien gebucht, etwa „Hör mal, wer da bellt“ (2006) an der Seite von Tim Allen und „All inclusive“ (2009) mit Vince Vaughn. Außerdem spielte sie in verschiedenen TV-Serien wie „Will & Grace“ (2011) oder „Bad Teacher“ (2014). 2012 gab Davis ihr Broadway-Debüt in dem Stück „The Best Man“. Abseits von Kamera und Bühne ist sie Botschafterin der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. 2010 erhielt sie für ihr Engagement im Tierschutz den Wyler Award.

• Cynthia Nixon:

Als Miranda gab Nixon die Karrierefrau, die als erfolgreiche Anwältin schon mal potenzielle Partner einschüchtert. Im wahren Leben ist die 50-Jährige inzwischen mit einer Frau zusammen. 2012 heiratete sie Beraterin Christine Marinoni, die 2011 Sohn Max Ellington zur Welt brachte. Nixon hat bereits zwei Söhne aus ihrer Beziehung mit Lehrer Danny Mozes, mit dem sie von 1988 bis 2003 liiert war.

Beruflich war Nixon auch nach SATC gut beschäftigt, auch wenn Filme wie „Little Manhattan“ (2005), „One last thing“ (2006), „The Babysitters“ (2007) oder „Cop außer Kontrolle“ (2011) nicht gerade zum Welterfolg avancierten. Gute Kritiken erhielt die Schauspielerin für ihre Rolle der Gaile White im Drama „James White“, das auf dem Sundance Film Festival 2015 den Publikumspreis erhielt. Nixon selbst gewann 2006 einen Tony Award für ihren Auftritt im Theaterstück „Rabbit Hole“ sowie 2010 den Vito Russo Award für ihr Engagement zur Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen. 2006 wurde bei Nixon Brustkrebs diagnostiziert, sie gilt inzwischen als geheilt.