Waffengewalt

Schüsse in Gent geben Rätsel auf – Mann in Lebensgefahr

Ein Mann fuchtelt im Zentrum von Gent mit einer Waffe herum – im terrorgeplagten Belgien. Was steckt hinter dem seltsamen Zwischenfall?

Laut belgischer Polizei hatte die Schießerei am Montagabend in Gent wohl keinen terroristischen Hintergrund. Was genau geschah, ist bislang unklar.

Laut belgischer Polizei hatte die Schießerei am Montagabend in Gent wohl keinen terroristischen Hintergrund. Was genau geschah, ist bislang unklar.

Foto: imago stock&people / imago/Belga

Gent.  Nach Schüssen von Polizisten auf einen bewaffneten Mann in der belgischen Stadt Gent sind die Hintergründe ungeklärt. Wegen der laufenden Ermittlungen wollte die Staatsanwaltschaft in Ostflandern auch am Dienstag nur wenige Details preisgeben. Sie bekräftigte allerdings, dass es keinen Hinweis auf terroristische Beweggründe gebe.

Die Polizei hatte am Montagabend einen Mann niedergeschossen und schwer verletzt. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Belga passierte der Zwischenfall gegen 18 Uhr im Zentrum der Stadt. Nach einem Notruf hätten Polizisten den Mann mit einer Schusswaffe angetroffen. Trotz Aufforderung habe er die Waffe nicht fallen gelassen. Daraufhin sei er „neutralisiert worden“, sagte der Polizeisprecher laut Belga.

Bewaffneter in Lebensgefahr

Der 26 Jahre alte Schwerverletzte schwebte am Dienstag noch in Lebensgefahr, wie Justizsprecherin Julie Van Hoorebeke auf Anfrage sagte. Nach ihren Worten war der junge Mann wegen Straftaten polizeibekannt. Was er mit einer Schusswaffe im Stadtzentrum wollte, werde ermittelt.

Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob der Mann Menschen bedrohte, bevor die Polizei ihn anschoss. Belgische Medien hatten berichtet, er habe einer Frau eine Waffe an den Kopf gehalten. Zeugen sollen demnach auch berichtet haben, dass der Verdächtige zuerst das Feuer eröffnete.

Belgien ist nach den Terroranschlägen im März in Brüssel immer noch in erhöhter Alarmbereitschaft. Schüsse und Polizeieinsätze wecken deshalb sofort böse Erinnerungen. (dpa)